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Für 7257 Schüler beginnt am kommenden Dienstag das neue Schuljahr.

Neues Schuljahr beginnt

Mehr Schüler - mehr Förderung

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Ebersberg - Lehrer haben am Vormittag recht und am Nachmittag frei, besagt ein Sprichwort. Ein Blick auf das breit gefächerte Angebot der Grund- und Mittelschulen im Landkreis aber zeigt: So einfach ist es nicht.

Das neue Schuljahr ist nur noch ein verlängertes Wochenende entfernt – am Dienstag schlägt wieder der Gong. Seit Wochen hat sich das Ebersberger Schulamt auf diesen Termin vorbereitet, das für die Grund- und Mittelschulen im Landkreis zuständig ist. 7257 Schüler besuchen diese im kommenden Schuljahr, 403 mehr als im Jahr davor – mit der Bevölkerung wachsen auch die Schülerzahlen. 

Einen „Trend zu hoher Akzeptanz der Mittelschulen“ diagnostiziert Schulamtsleiterin Angela Sauter. Davon profitierten Standorte wie Aßling und Kirchseeon, die in der Vergangenheit sinkende Schülerzahlen zu beklagen hatten. Die Klassenstärken aber bleiben moderat: Im Schnitt sind es 22 Grundschüler und etwas mehr als 19 Mittelschüler, die gemeinsam in eine Klasse gehen. Stärken mit über 30 Schülern gibt es Stand jetzt in beiden Schularten nicht, das Gros bewegt sich zwischen 16 und 25 Kindern. Personell seien die Schulen folglich gut aufgestellt, so Sauter weiter. Genug zu tun gibt es für die Lehrkräfte, denn so verschieden die Kinder sind, so unterschiedlich sind auch die Förderbedürfnisse. 

Dieses Schuljahr kommt an der Grund- und an der Mittelschule Markt Schwaben jeweils eine Übergangsklasse hinzu – damit sind es nun landkreisweit acht solcher Klassen, in denen Schüler mit Migrationshintergrund mit intensivem Deutschunterricht auf die Regelschule vorbereitet werden. Ausgeweitet wurde ebenfalls das Ganztagsangebot, vor allem an den acht Mittelschulen im Landkreis. „Die Schülerzahl steigt jährlich“, sagt die Schulamtsdirektorin über die wachsende Nachfrage. Die Entscheidung für den Ganztagsunterricht steht allen Schülern offen, möglich macht das die Kooperation der Mittelschulen in Verbünden im Norden, Süden und Westen des Landkreises. Ein Alleinstellungsmerkmal der Mittelschulen im Landkreis Ebersberg sei die Kooperation mit dem Berufsbildungs- und dem Berufsförderungswerk Kirchseeon. „Darauf sind wir stolz“, sagt Wolfgang Michalke, stellvertretender Schulamtsleiter. 

Insgesamt zehn Tage haben die Siebt- und Achtklässler Zeit, in die verschiedenen angebotenen Ausbildungsberufe hineinzuschnuppern. Neben dem Wechsel ins Berufsleben ist das Schulamt auch bemüht, den Übertritt an weiterführende Schulen möglichst komplikationslos zu gestalten. Bewährt hat sich dabei laut Wolfgang Michalke der Einsatz von jeweils vier Grundschullehrkräften, die regelmäßig an Gymnasien und Realschulen als „Lotsen“ fungieren. „Viele Gymnasiallehrer haben keine Ahnung, was an der Grundschule überhaupt das Ziel ist“, so Michalke. Auch umgekehrt sei der Austausch hilfreich. Insgesamt sieht man im Schulamt den Herausforderungen des Schuljahrs 2016/2017 mit Gelassenheit entgegen. Ganz anders als die 1415 ABC-Schützen im Landkreis, 19 mehr als im Vorjahr, die ihrem ersten Schultag entgegenfiebern.

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