Sie wissen, wie man richtig gute Filme macht (v.l.): Toni Ackstaller, Ilke Ackstaller und Erich Heucke mit ihren Auszeichnungen, zwei Löwen, ein Sonderpreis und der Publikumspreis. Foto: sro

Erfolgreich bei den Bayerischen Festspielen

Die Abräumer

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Ebersberg - Die Filmfreunde Ebersberg bringen jede Menge Preise von Bayerischen Festspielen mit. Wir haben mit ihnen gesprochen.

Das wird ja langsam zur Gewohnheit. Die Filmfreunde Ebersberg haben schon wieder abgeräumt. Diesmal konnten sie ihre Taschen wieder vollpacken mit Preisen. Ilke und Toni Ackstaller aus Ebersberg sowie Erich Heucke aus Grafing überzeugten bei den 37. Bayerischen Amateurfestspielen in Oberalteich bei Straubing nicht nur die Jury, auch das Publikum war begeistert von den Filmen aus dem Landkreis Ebersberg.

Aber der Reihe nach. Für die Filme von Ilke Ackstaller und von Toni Ackstaller gab’s zwei Löwen. Die Jury hat sich fast überschlagen vor Begeisterung. Toni Ackstaller hat eine Reisedokumentation über einen Chile-Trip eingereicht. „Eis und heiß - auf hohem Niveau“ zeigt faszinierende Bilder der Landschaften, Thermalquellen und der Tierwelt auf über 4000 Meter Höhe.

Seine Frau Ilke begeisterte mit ihrem Streifen „Lachsfischer rund um Bella Coola“, eine ebenso einfühlsame wie mitreißende Reisedoku über das wilde Leben und Überleben in Alaska. Das überzeugte auch das niederbayerische Publikum: Ilke Ackstallers Film bekam mit Abstand den Zuschauerpreis.

Sonderpreis für originellen Reisefilm

Einen Sonderpreis hat sich der Grafinger Erich Heucke mit seinem originellen Reisefilm „Hinter dem Elbrus“ erarbeitet. Heucke berichtet mit viel Witz und Hintersinn von seinem Besuch einer Wetterstation am höchsten Berg Europas an der Grenze Russlands zu Georgien - und von den Widrigkeiten, mit denen sich die Menschen dort herumschlagen müssen. „Klare Geschichte, locker erzählt“, lobte die Jury Heuckes einzigartigen Stil. Und: „Hinterhältig humorvoll.“ Das war einen Sonderpreis wert. Die Poesie, die die Filme der Ackstallers ausstrahlen, hat die Fachleute mitgerissen. „Man kommt in eine andere Welt“, lobte ein Juror. „Das sind Bilder, die man behält.“ Diese Bilder werden demnächst auch beim Deutschen Amateurfilm-Festival gezeigt und sich wieder einer Jury stellen. Mal sehen, was die Filmfreunde dann wieder abräumen.

„Wir dürfen uns freuen“, sagt Erich Heucke. „Das war ja keine Weihrauchveranstaltung in Oberalteich.“ Stimmt, denn die Jury hat mit harter Kritik an anderen Filmen nicht gegeizt, wie Toni Ackstaller so schön mit seiner Kamera festgehalten hat.

„Ja, das Ergebnis ist enorm für die Filmfreunde Ebersberg“, sagt Toni Ackstaller. „Wir sind doch eigentlich nur ein geselliger Stammtisch, der sich ab und zu mal über die eigenen Filme unterhält.“ „Das stimmt schon“, ergänzt Heucke. „Aber bei den Treffen will ja jeder von uns was dazulernen. Wir bereichern uns gegenseitig.“

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