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„Meine Entscheidung, das Amt des Bürgermeisters anzustreben, ist eine Entscheidung, hinter der ich zu 100 Prozent stehe“: Alexander Gressierer, CSU-Ortsvorsitzender. 

Alexander Gressierer

Ebersberger Bürgermeisterwahl: 23-Jähriger will Brilmayers Stuhl

Die Ebersberger CSU wirft erste Namen in den Ring für die Nachfolge von Bürgermeister Walter Brilmayer, der im nächsten Jahr aufhört. Alexander Gressierer wird zunächst parteiintern antreten, zwei weitere Kandidaten halten sich noch bedeckt.

Ebersberg – Ein Vierteljahrhundert lang lenkt Walter Brilmayer (CSU) als Bürgermeister schon die Kreisstadt. Ein gutes Jahr hat er noch, dann ist Schluss. Für eine weitere Amtsperiode ist der weit über die Stadtgrenzen hinaus geachtete Politiker bei der nächsten Wahl zu alt. Doch wer soll in seine großen Fußstapfen treten? Die Parteien sind auf Kandidatensuche.

Die CSU wirft erste Namen in den Ring. Am forschesten stellt sich derzeit Alexander Gressierer in den Blickwinkel. Zwar wird sich der CSU-Ortsverband erst im April bei seiner Nominierungsversammlung auf einen Kandidaten einigen, mit dem die Partei bei der Bürgermeisterwahl ins Rennen gehen wird. Gressierer ist sich aber bereits jetzt sicher, dass er sich darum bewirbt.

„Meine Entscheidung, das Amt des Bürgermeisters anzustreben, ist eine Entscheidung, hinter der ich zu 100 Prozent stehe“, sagt der 23-Jährige, der nach einer landwirtschaftlichen Ausbildung derzeit mitten in seinen Masterprüfungen zum Agrarbetriebswirt steckt. Der Vorsitzende des CSU-Ortsverbands und Stadtrat stammt aus einer alten Ebersberger Familie und hat sein ganzes Leben in und um Ebersberg verbracht. Als Jugendlicher hat er sich stark in der katholischen Kirchengemeinde engagiert, heute lebt er ledig in der Kreisstadt. Er ist jung, er ist ungebunden, steht am Anfang seiner beruflichen Karriere. Die Kandidatur für ein Amt, „das rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr verpflichtet“, beeinträchtigt zwar seine persönliche Lebensplanung, aber eben nur seine eigene.

Anders bei den zwei weiteren Stadträten, die noch abwägen, ob sie den Sprung wirklich wagen wollen und kandidieren. Dies sind Martin Schedo und Marina Matjanovski. Der 55-jährige Polizist und die 58-jährige leitende Krankenschwester betonen beide, dass vor so einer schwerwiegenden Entscheidung die Familie mit ins Boot genommen werden müsse. Beide haben ihre heute erwachsenen Kinder in Ebersberg großgezogen, beide treffen die Entscheidung nicht nur für sich, sondern auch für ihre Partner. Schließlich sei für einen CSU-Kandidaten in Ebersberg „eine gewisse Wahrscheinlichkeit gegeben, gewählt zu werden“, sagt Schedo, der sich unter anderem als Vorsitzender des örtlichen Turn- und Sportvereins ehrenamtlich im Ort engagiert.

Sowohl Matjanovski als auch Schedo könnten, würden sie ins Bürgermeisteramt gewählt, für zwei Wahlperioden, also zwölf Jahre, regieren. Gressierer freilich könnte altersmäßig locker noch weitere Amtszeiten bleiben.

Matjanovski, gebürtig aus Skopje, heutiges Mazedonien, lebt seit 30 Jahren in der Kreisstadt, „hier sind wir daheim“, sagt sie. Die Stadt- und Kreisrätin und Vorsitzende der Ebersberger Frauen Union trifft ihre Entscheidung auch als Frau. „Ich sehe mich in der Verantwortung, ein Signal gegenüber allen Frauen zu setzen, nicht nur innerhalb der CSU“, sagt sie. Dennoch schwankt sie wie ihr Stadtratskollege Schedo noch, ob sie sich tatsächlich zur Wahl stellen soll. Ein bisschen Zeit bleibt den beiden noch, entschieden haben müssen sie sich erst zur Nominierungsversammlung im April.

Uta Künkler

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