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Manche empfanden ihn als furchterregend: Der Eberkopf im Sitzungssaal des Ebersberger Kreistags.

Alles eine Frage des Geschmacks

Ebersberger Eber für Berlin

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Ebersberg Jetzt hat der Landkreis Ebersberg neben seinen Bundestagsabgeordneten einen weiteren Repräsentanten in der Bundeshauptstadt Berlin. Und der ist ziemlich symbolträchtig.

Es handelt sich nämlich um einen Eber – zumindest um dessen präparierten Kopf. Der hatte über viele Jahre im Sitzungssaal des Kreistages mit strengem Blick über die Kommunalpolitiker gewacht. Künftig soll er eine Wand in den Räumen des Waldbesitzerverbandes AGDW in der Claire-Waldorf-Straße in Berlin zieren – über einem grünen Sofa. Präsident der Organisation ist Philipp Freiherr zu Guttenberg, Bruder des ehemaligen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg. Damit ist die Verbindung zum Freistaat gegeben. Und als Symbol für den Ebersberger Forst passt der Eber auch in die Räume einer Organisation, die mit Wald zu tun hat.

In Berlin offiziell willkommen geheißen wird der Eber am Donnerstag, 8. September, im Haus der Landwirtschaft. Bereits vor einigen Tagen hatte er jedoch schon ohne große Beachtung und ohne Öffentlichkeit die Reise zu den Preußen angetreten – im Kofferraum das Autos von Andreas Stephan, Abteilungsleiter im Landratsamt Ebersberg. Der Kopf war sorgfältig verpackt. Stephan hatte privat in Berlin zu tun und den Eber einfach mitgenommen.

Bei der Übergabe am 8. September wird neben dem Bundestagsabgeordneten Andreas Lenz (CSU) aus Frauenneuharting, der den neuen Platz für das Ebersberger Wappentier organisiert hat, auch Landrat Robert Niedergesäß dabei sein. Er ist an diesem Tag wegen einer Sitzung des Deutschen Landkreistages sowieso in der Hauptstadt. Für den feierlichen Einzug des Ebers in Berlin wurde also keine extra Dienstreise gebucht.

Zwischenzeitlich hatte es schlecht für den Kopf ausgesehen. Nach Sanierung, Umbau und Erweiterung des Landratsamtes passte der Eber nicht mehr ins Konzept. Er landete in den Katakomben. Jetzt kann er Berliner Luft schnuppern und bayerische Stärke demonstrieren.

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