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Der Ebersberger CSU-Bundestagsabgeordnete Andreas Lenz. 

Interview mit CSU-Bundestagsabgeordneten

Lenz: Lasse mich nicht an die Leine nehmen

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Landkreis -  CSU-Chef Horst Seehofer tobt angesichts der katastrophalen CDU-Ergebnisse bei den Landtagswahlen am Sonntag. Er wehrt sich gegen ein „Weiter so“ in der Flüchtlingspolitik. Wir sprachen mit dem Frauenneuhartinger CSU-Bundestagsabgeordneten Andreas Lenz.

Seehofer sagt, der Erfolg der AfD gehe an die Existenz der Union. Hat er Recht?

Andreas Lenz: Das Ergebnis der AfD kann niemanden kalt lassen. Wir können diese Entwicklung nicht ignorieren! Ein "Weiter so" darf es nicht geben. Die Unterschiede zwischen CDU und CSU sind gerade bei der Flüchtlingskrise sehr offensichtlich. Wichtig ist es jetzt die Probleme gemeinsam zu lösen. Die CSU hat hier schon viel erreicht. Stichwort „sichere Herkunftsstaaten“ oder Vorrang von Sachleistungen.

Seehofer will die CSU-Bundestagsabgeordneten an die kurze Leine nehmen. Haben Sie Angst?

Andreas Lenz: Durch Angst falle ich gewöhnlich nicht auf. Angst ist auch meistens kein guter Ratgeber. Ich bin frei und direkt gewählter Abgeordneter und lasse mich von niemanden „an die Leine“ nehmen. Die CSU ist momentan in sich übrigens recht geschlossen.

Wie lange kann diese Große Koalition dieses Maß an Uneinigkeit aushalten?

Andreas Lenz: Es geht darum, die Probleme zu lösen. Dazu braucht es meiner Meinung eine Kurskorrektur. Europäische Lösungsansätze sind wichtig, können aber nationale Maßnahmen zur Grenzsicherung momentan nicht ersetzen und schließen sich nicht aus. Wir brauchen eine spürbare Begrenzung des Zuzugs und damit eine Entlastung der Kommunen. Die Situation in den Lagern vor Ort muss weiter verbessert werden, ohne sich von der Türkei erpressbar zu machen. Nur dann ist auch die Integration derer, die eine Bleibeperspektive haben, leistbar. Daran arbeite ich und auch die CSU.

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