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Geldsegen: Im vergangenen Jahr erhielt die Kreisklink zwei Mal eine Spende von 150.000 Euro von einer Baldhamerin, die mittlerweile gestorben ist. Auf dem Foto (v.l.): Klinik-Geschäftsführer Stefan Huber, Chefärztin (Gynäkologie) Cornelia Höß und Landrat Robert Niedergesäß. 

Landrat und Geschäftsführer freuen sich

Baldhamerin vermacht Ebersberger Klinik Millionen

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„Wir sind als Alleinerbe eines Millionenvermögens eingesetzt worden“:  Mit dieser Aussage überraschte Landrat Robert Niedergesäß (CSU) am Montag die Mitglieder des Kreistags.

Landkreis –  Das Geld soll „zielgerichtet“ für die Kreisklinik eingesetzt werden. Großzügig bedacht wurde der Landkreis beziehungsweise die Klinik von Ehrentraud Jakob, die im Oktober vergangenen Jahres gestorben ist. Das „nicht unerhebliche Millionenerbe“ stammt aus Immobilienvermögen der Baldhamerin. „Der genaue Betrag kann noch nicht seriös beziffert werden, hierzu wird derzeit ein Wertgutachten erstellt“, hieß es am Dienstag.

„Ich bin voller Hochachtung für diese persönliche Entscheidung zugunsten der Versorgung kranker Menschen in unserer Kreisklinik“, betonte Niedergesäß am Dienstag. „Ich bin außerdem zutiefst dankbar, nicht nur wegen der segensreichen materiellen Unterstützung, sondern vor allem wegen ihrer ermutigenden Wirkung für unser wichtiges gesellschaftliches Engagement. Ich kannte Frau Jakob und auch ihren verstorbenen Mann seit gut 30 Jahren. Sie war eine besondere Persönlichkeit, tatkräftig und hilfsbereit.“

Auch Klinikchef Stefan Huber ist schwer beeindruckt: „Dieses Erbe ist eine riesige Ehre und Motivation für uns alle in der Kreisklinik. Denn es zeigt das Vertrauen unserer Patienten, welches wir mit unserer Arbeit genießen. Wir werden das ehrenvolle Andenken an Frau Ehrentraud Jakob wahren. Ihrem Namen werden unsere Patienten in unserer Klinik künftig sicher begegnen.“ Man werde „ein dauerhaft sichtbares Zeichen der Wertschätzung an der Kreisklinik anbringen“, kündigte der Landrat an.

Bisher gibt es noch keine Entscheidung, wie über die Erbschaft verfügt werden soll. „Im Sinne der hochherzigen Frau Jakob werden wir nach Klärung aller erforderlichen Fragen auch über weitere Investitionen zum Wohle unserer Patienten und in die Versorgungsqualität entscheiden“, so Niedergesäß.

Bereits zu ihren Lebzeiten hatte die Baldhamerin die Klinik großzügig finanziell unterstützt, mit 300 000 Euro. Es ging in Abstimmung mit der Spenderin unter anderem um einen Betrag für die Geburtshilfe. Angeschafft wurde ein zentrales CTG-Monitoring. Das Verfahren wird sowohl in der Schwangerenbetreuung als auch zur Überwachung von Mutter und Kind während der Geburt eingesetzt. Ein weiterer Teil der Spende wird für den behindertengerechten beziehungsweise rollstuhlgerechten Ausbau von Patientenzimmern verwendet. Die Spenderin wollte zu ihren Lebzeiten anonym bleiben.

„Sie war Patientin bei uns“, erklärte Klinikgeschäftsführer Stefan Huber. Nach langer und schwerer Krankheit ist Jakob im Oktober vergangnen Jahres im Alter von 67 Jahren zuhause gestorben. Der Erbschein konnte jedoch erst im Herbst 2018 ausgestellt werden.

Der Kreistag wird sich im März 2019 mit der weiteren Verwendung und Abwicklung des Erbes befassen. „Das großzügige Erbe versetzt uns in die Möglichkeit, die Klinik für unsere Patienten weiter zukunftsgerichtet und modern auszubauen,“ sagt Landrat Niedergesäß, der sich in diesem Zusammenhang auch bei allen Mitarbeitern vom Ärzteteam über die Pflegekräfte bis hin zu allen anderen helfenden Händen für ihren engagierten Einsatz bedankt.

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