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Das Team hält zusammen, damit der Maibaum pünktlich nach Brüssel kommt. Rechts der Teamchef und Grafinger CSU-Landtagsabgeordnete Thomas Huber. Die Zunfttafeln hat Max Eckstein aus Grafing gemacht, bemalt wurde der Baum von Michael und Sabrina Hirschläger (5., 6. und 7. v. l.).

Bayerischer Ministerpräsident Markus Söder braucht Hilfe in Sachen Brauchtumspflege

Ein Ebersberger Maibaum für Brüssel

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Ein echter Ebersberger Maibaum vor der bayerischen Vertretung in Brüssel? Das gibt es tatsächlich.

Grafing– Es ist auffällig, wie sehr sich der neue bayerische Ministerpräsident um Oberbayern kümmert. Zum einen wohl, weil Markus Söder als Franke ja nicht den Eindruck der „Parteilichkeit“ erwecken will. Viel mehr aber, weil er weiß, dass ohne den stärksten CSU-Bezirksverband bei den anstehenden Landtagswahlen kein Staat zu machen ist.

Was Wunder also, dass Söder nicht irgend einen Maibaum ausgesucht hat, den er bei der Sitzung seines Kabinetts in Brüssel am 2. Mai in der dortigen bayerischen Vertretung aufstellen lassen will. Nein, es ist ein oberbayerischer Maibaum, genauer gesagt, einer aus dem Landkreis Ebersberg.

Und das kam so: Gleich nach der Kabinettsbildung hat der neue Ministerpräsident den CSU-Landtagsabgeordneten Thomas Huber um Hilfe gebeten in Sachen Brauchtum. Zum einen, weil er in dem Grafinger einen glühenden Verehrer hat, zum anderen, weil er weiß, dass Huber Trachtler ist und über ein gerüttelt Maß an Organisationstalent verfügt. Huber also sollte die Sache in die Hand nehmen, was er unverzüglich tat.

Am Karsamstag wurde der Baum, eine 20 Meter lange Fichte, in einem Wald im südlichen Landkreis Ebersberg geschlagen und sofort an den geheimen Ort gebracht, wo er seitdem für seinen großen Auftritt in Brüssel hergerichtet wird. Huber hat zahlreiche Helfer engagiert, die den Baum in Form bringen. Und das unter Hochdruck, da ja nur vier Wochen Zeit sind. Auf seine Atteltaler kann sich das langjährige Mitglied verlassen. Die Grafinger Trachtler ließen sich nicht zweimal bitten und sagten Huber ihre Unterstützung zu. Sie werden es auch sein, die den Maibaum am Abend des 2. Mai im Innenhof der Landesvertretung in Brüssel traditionell mit selbst gefertigten Schwaiberln aufstellen. Begleitet werden sie von den Zornedinger Goaßlschnalzern. Die Glonner Musi gibt den musikalischen Senf dazu.

Den blau-weißen Anstrich erhält der Europa-Baum vom Grafinger Malermeister Michael Hirschläger, die Zunfttaferl werden vom Metallbau Hampel + Eckstein gefertigt. „Eine Hand greift in die andere“, freut sich Huber, der die Delegation anführt, die sich in aller Herrgottsfrüh am 2. Mai mit dem Bus auf den Weg nach Brüssel macht. Die Fichte ist dann schon längst vor Ort, sie wird mit einem Holztransport in die Hauptstadt Belgiens geschafft. Huber und die Seinen freuen sich auf das Maibaum-Fest in Brüssel, auch wenn ihnen nicht viel Zeit vor Ort bleibt. Am Tag nach den Feierlichkeiten können die Helfer die Stadt erkunden und der Vaterstettener Europaabgeordneten Angelika Niebler einen Besuch abstatten, am Abend spendiert Ministerpräsident Söder ein Abendessen. Noch in der Nacht geht’s heim, damit die Grafinger rechtzeitig in der Heimat sind, wenn am Freitag, 4. Mai, das Grafinger Volksfest beginnt.

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