Im Kindergarten St. Sebastian in Ebersberg steht der Betrieb nach drei Infektionsfällen still. Foto: Stefan Roßmann
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Im Kindergarten St. Sebastian in Ebersberg steht der Betrieb nach drei Infektionsfällen still.

Ansteckungen nachgewiesen - Behörden reagieren

Coronavirus legt Kita lahm: Drei Erzieherinnen infiziert – 78 Kinder in Quarantäne

  • Josef Ametsbichler
    vonJosef Ametsbichler
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In einem Kindergarten in Ebersberg sind mehrere Erzieherinnen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Für Dutzende Familien hat das gravierende Folgen.

Ebersberg – Für Dutzende Familien in Ebersberg endet die Woche mit einer bitteren Überraschung: Drei Erzieherinnen des Kindergartens St. Sebastian sind am Donnerstag positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das Landratsamt am Nachmittag mit. Für die Belegschaft und die Kinder hat das weitreichende Konsequenzen. Sie alle müssen in Quarantäne. Insgesamt betrifft diese Maßnahme 78 Kinder und 21 Mitarbeiter, so Landratsamtssprecherin Evelyn Schwaiger.

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Die Betroffenen gelten als Kontaktpersonen der Kategorie 1 und müssen nun ebenfalls getestet werden – zwei Mal negativ, bevor die Quarantäne aufgehoben werden kann. Mindestens jedoch müssen sie 14 Tage in Quarantäne bleiben. Die Tests beginnen laut der Landratsamtssprecherin am Freitag und sollen bis zum Freitag, 11. September, abgeschlossen sein. Am Donnerstag war zunächst keine Infektion bei einem Kind bekannt.

Für die Eltern und Geschwister der betroffenen Kindergartenkinder gilt als sogenannte Kontaktpersonen der Kategorie 2 laut Landratsamt keine Quarantäne, sofern in der Familie kein Infekt nachgewiesen werde. Allerdings dürfte nun die Improvisationsfähigkeit gerade der berufstätigen Eltern gefragt sein: Ein Kindergartenkind, das daheim in Isolation bleiben muss, will schließlich trotzdem betreut sein. Dazu kommt, dass auch der eigene Haushalt zu einer Person in Quarantäne eigentlich Abstand halten sollte – am besten sogar ein eigenes Badezimmer benutzen und die Mahlzeiten getrennt voneinander einnehmen. Auch das bei der Betreuung eines Kindergartenkindes schwer vorstellbar. „Es ist daher wichtig, dass die Eltern beim Kontakt mit Menschen außerhalb des Haushalts die AHA-Regel einhalten“, sagt die Landratsamtssprecherin: Abstand, Hygiene, Alltagsmasken.

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