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Kinderbetreuung: Bürgermeister wütet gegen Staatsregierung - „Sind der Fußabstreifer“

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Die Kinderbetreuung in Forstern wird teurer. Die Gebühren steigen leicht. Symbo Kämmerei schlägt 20 Prozent vor Erhöhung gleicht 20 000 Euro aus
Die Situation der Kinderbetreuung in Ebersberg ist angespannt. © Monika Skolimowska/dpa

Ebersbergs Bürgermeister Ulrich Proske hat zu einem Rundumschlag gegen die Staatsregierung ausgeholt. Es geht um die Kinderbetreuung.

Ebersberg – In den Ebersberger Kinderkrippen bekommen alle Kinder einen Platz – gerade noch so. 63 Kinder aus Ebersberg, 14 Gastkinder. Für die Kindergärten liegen 159 Anmeldungen vor, 144 Kinder davon stammen aus Ebersberg, 15 aus umliegenden Ortschaften. Voraussichtlich wird man allen Kindern, die bis Ende des Jahres drei Jahre alt werden, einen Platz anbieten können. Damit sind die Einrichtungen in Ebersberg allerdings komplett ausgelastet. Das wurde jetzt im Sozialausschuss des Stadtrats deutlich.

Ebersberg: Im Hort haben 35 Kinder noch keinen Platz

Bei der Schülerbetreuung, im Hort sieht die Situation anders aus. Dort gibt es insgesamt 117 Anmeldungen. 35 Kinder davon haben noch keinen Platz. Bei all diesen Zahlen sind die Kinder aus der Ukraine noch nicht berücksichtigt. Zehn ukrainische Kinder sind bereits in Ebersberg, man rechnet mit mehr. Heißt: In allen Einrichtungen stößt man an die Kapazitätsgrenzen. Es muss etwas getan werden. Nur was?

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Proske
Ulrich Proske, Ebersberger Bürgermeister. © Stefan Rossmann

Rechtsanspruch bei Kita-Plätzen: Ebersberger Bürgermeister schimpft auf Staatsregierung

Die Eltern haben einen Rechtsanspruch. „Wir Gemeinden sind der Fußabstreifer,“ schimpft Bürgermeister Ulrich Proske (parteilos) über die Situation. „Der Freistaat lässt uns hängen. Auf unterster Ebene wird man im Stich gelassen, weil die Regierung nicht managen kann“, so der Bürgermeister. „Wir brauchen Platz, nur den haben wir nicht.“ Pavillon oder Container heißt die Notlösung.

Verschiedene Grünflächen, das Gewerbegebiet, der Waldsportpark, verschiedene andere Flächen werden zur Aufstellung solcher Zwischenlösungen derzeit geprüft. „Am liebsten wäre mir, wir würden einfach das Kabinengebäude am Waldsportpark dafür nutzen,“ sagte Proske. Und wohin mit den Kindern aus der Schülerbetreuung? Eine Gruppe könnte übergangsweise ins Pfarrheim, eine zweite ins Feuerwehrgerätehaus. Die Situation ist angespannt, eine Lösung noch nicht in Sicht.  pke

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