Messerstecher von Grafing: Das Urteil ist gefallen

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Breitbandversorgung

Weiße Flecken sollen in Ebersberg verschwinden

Die letzten weißen Flecken auf der Landkarte in Sachen schnelles Internet nimmt sich die Stadt Ebersberg nun vor. Der Stadtrat hat beschlossen, die Glasfaserkabel auch durch alle Weiler der Stadt zu ziehen und die Häuser flächendeckend mit Breitband zu versorgen.

Ebersberg – Vor wenigen Tagen erst sind die jüngsten Ausbaugebiete im Norden und Osten Ebersbergs ans Netz genommen worden. Gekostet hat diese Maßnahme knapp 850 000 Euro. Allerdings hatte davon der Freistaat einen Großteil übernommen, sodass die Stadt nicht einmal 340 000 Euro hinzuschießen musste.

Noch besser sollen die Fördermöglichkeiten nun für den nächsten Schritt aussehen. Von den insgesamt knapp 1,3 Millionen Euro, die eine Anbindung der letzten Häuser im Außenbereich wohl kosten wird, muss die Stadt Ebersberg voraussichtlich nur 263 000 übernehmen. Den Rest schießt, wenn alles glatt läuft und die Anträge bewilligt werden, der Freistaat Bayern hinzu. Das macht unter anderem das neue Förderprogramm Höfebonus möglich. Mit diesem letzten Breitbandausbau werden nurmehr etwa 160 Häuser erreicht.

Dass dieser Schritt trotzdem in jedem Fall sein muss, machte Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU) in der Stadtratssitzung klar. „Der Breitbandausbau ist eine unumgängliche Investition in die Zukunft. Der Staat fördert das ja auch nicht aus reiner Nächstenliebe, sondern weil es einfach dermaßen wichtig ist“, sagte er. Nach dem flächendeckenden Breitbandausbau mit FTTB-Technologie hat die Stadtverwaltung übrigens schon den nächsten Schritt ins Auge gefasst. Die Stadt Ebersberg ist eine von sechs Pilotgemeinden in ganz Bayern für die geplante so genannte Gigabit-Offensive des Freistaats. Als einzige oberbayerische Kommune soll Ebersberg im Rahmen des Modellprojekts mit Bandbreiten von mindestens 1 Gbit/s für Unternehmen und mindestens 200 Mbit/s für Privathaushalte versorgt werden. Einzig die Entscheidung der EU-Kommission, ob Bayern den Breitbandausbau eventuell aus europäischer Sicht zu stark fördert, muss noch fallen, bevor es losgehen kann.

Uta Künkler

Rubriklistenbild: © dpa

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