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1000er-Inzidenz geknackt: Region im Münchner Umland unter den bundesweit 10 höchsten Werten

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Von: Josef Ametsbichler

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Die Corona-Lage im Kreis Ebersberg am Montag, 3. Oktober.
Die Corona-Lage im Kreis Ebersberg am Montag, 3. Oktober. © Grafik: merkur.de

Ein steiler Anstieg der Corona-Zahlen verschafft dem Kreis Ebersberg im bundesweiten Vergleich der Regionen einen unrühmlichen Platz sechs.

Update vom 4. Oktober, 12.41 Uhr: Ein Blick auf das Dashboard des RKIs zeigt: Am Dienstag, 4. Oktober, sind die Corona-Zahlen im Landkreis Ebersberg wieder leicht gesunken. Der Wert liegt nun bei 773,4 (Wert vom Vortag: 1007,2). Im bundesweiten Vergleich belegt die Region damit allerdings den sechsten Platz.

Ein wichtiger Faktor muss bei der aktuellen Inzidenz-Entwicklung berücksichtigt werden: In die offizielle Statistik fließen sowohl am Wochenende als auch an Feiertagen (wie am Montag) keine neuen Corona-Fälle mit ein. Konkret bedeutet das: Einen wirklich aussagekräftigen Wert für die Region Ebersberg dürfte es erst in den nächsten Tagen geben.

Ursprungsartikel vom 3. Oktober 2022:

Landkreis – Einen unrühmlichen Spitzenplatz belegt der Landkreis Ebersberg in der bundesweiten Corona-Statistik des Robert-Koch-Instituts (RKI). Die offizielle Sieben-Tage-Inzidenz lag am Montag, 3. Oktober, bei 1007,2. Das bedeutet Platz vier hinter Kaiserslautern, Saarlouis und dem nahen Fürstenfeldbruck, das die Statistik mit 1018,9 anführt.

Direkt hinter dem Landkreis Ebersberg reihen sich die Kreise Starnberg (985) und Miesbach (981,2) ein, und auch das restliche Oberbayern weist überdurchschnittliche Werte auf, prominenterweise etwa der Landkreis Rosenheim auf Platz neun (946,4) – Wasser auf die Mühlen derer, die vor steigenden Infektionszahlen im Rahmen des Herbstfests und des Münchner Oktoberfests gewarnt hatten.

Corona im Landkreis Ebersberg: Keine eindeutigen Infektionsschwerpunkte

Ein Blick auf das Corona-Dashboard des Landratsamtes Ebersberg enthüllt dabei keine eindeutigen Infektionsschwerpunkte. Zwar sind die Gemeinden im Landkreis-Südosten wie bereits häufig in der Vergangenheit mit hohen Inzidenzen vertreten (Steinhöring: 1574, Frauenneuharting: 1341). Doch auch Richtung Westen weisen Gemeinden wie Oberpframmern (1206,8) und Zorneding (1148,2) hohe Infektionszahlen auf. Gerade bei ländlichen Gemeinden mit wenigen Einwohnern ist zu beachten, das bereits eine geringe Zahl an Ansteckungsfällen für eine hohe Sieben-Tage-Inzidenz sorgen kann, da es sich um einen auf 100 000 Einwohner gerechneten Vergleichswert handelt.

Zu berücksichtigen ist bei der Statistik auch, dass laut RKI am Samstag und Sonntag keine weiteren Corona-Fälle in die offizielle Statistik gemeldet wurden, was sich auch am (Feiertags-)Montag fortgesetzt haben dürfte. Wohin die Reise geht, wird sich also bei den Nachmeldungen kommende Woche zeigen.

Dann wird es auch wieder neue Messungen der Biomarker-Konzentrationen im Abwasser der Gemeinden Glonn, Ebersberg und Grafing geben. Die jüngste Messung vom Mittwoch, 26. September, auf dem Corona-Online-Dashboard des Landratsamts deutete auf steigende Zahlen und eine hohe Dunkelziffer an Infektionen hin.

Klinik: Steigende Corona-Zahlen derzeit nicht auf Intensivstation bemerkbar

Die gute Nachricht: Die steigenden Fallzahlen schlagen sich derzeit nicht auf der Intensivstation der Kreisklinik nieder. Diese meldet übers Online-Intensivregister einen Covid-Patienten – allerdings zudem zum Wochenende laut Landratsamt 18 Corona-Fälle auf Normalstation.

Das Landratsamt verweist in dem Zusammenhang wiederholt auf die Impfmöglichkeit mit dem auf die Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 zugeschnittenen Impfstoff, der seit vergangener Woche im Ebersberger Impfzentrum verabreicht wird. BA.5 ist die derzeit dominierende Corona-Variante in Deutschland. Einen Impftermin kann man online unter www.impfzentren.bayern vereinbaren – oder über die Hotline des Impfzentrums unter der Nummer (0 80 92) 86 31 40. Die Öffnungszeiten sind Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

Zum Wochenende lag der Anteil der Menschen im Landkreis, die bereits drei Mal gegen das Coronavirus geimpft sind, laut Online-Dashboard bei 64,09 Prozent. 7,28 Prozent der Landkreis-Bürger hätten bereits auf das Angebot einer vierten Impfung zurückgegriffen.

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