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Die Vereine müssen bei ihren Veranstaltungen so viele Auflagen einhalten, dass das Ebersberger Vereinskartell jetzt dazu eine eigene Information plant.

Da kennt sich doch bald keiner mehr aus: Ebersberger Vereinskartell weiß Rat bei Festen

Hilfe im Gesetzesdschungel

Da kennt sich keiner mehr aus: Gemeinsam mit Stadtverwaltung und Landratsamt will das Ebersberger Vereinskartell die Unterstützung bei Vereinsveranstaltungen und Festen erweitern.

Ebersberg „Bei der Organisation stehen die Ehrenamtlichen häufig einer Vielzahl gesetzlich verordneter bürokratischer Anforderungen gegenüber, die für eine rechtssichere Durchführung der Veranstaltung leider erfüllt werden müssen. Dabei gelten für unterschiedliche Veranstaltungen unterschiedliche Auflagen. 

Alles soll man im Kopf haben

Hinzu kommen die vielen verschiedenen Ansprechpartner in den Behörden. Das alles im Kopf zu haben, verlangt den Ehrenamtlichen Einiges ab“, erläutert Alexander Gressierer, Geschäftsführer des Vereinskartells seine Initiative. Gemeinsam mit den Vereinen wolle man daher zunächst die Problemstellen erarbeiten, um darauf aufbauend eine bedarfsgerechte und zielorientierte Hilfestellung erarbeiten zu können. 

Fürsprecher des Ehrenamts

Für das Gelingen des Projekts hält Gressierer die Zusammenarbeit mit Stadtverwaltung und Landratsamt für essenziell. „Ich freue mich, dass wir mit Bürgermeister Walter Brilmayer und Landrat Robert Niedergesäß zwei überzeugte Fürsprecher des Ehrenamts an den richtigen Stellen haben. Beide haben ihre Unterstützung sofort zugesagt“, kommentiert Gressierer die Koalition des Vereinskartells.

Politiker haben Verantwortung für Vereine

Niedergesäß und Brilmayer betonen indes die Verantwortung der Kommunalpolitik für das Ehrenamt: „Die Vereine bereichern unser gesellschaftliches Leben ganz erheblich. Zwar können wir auf kommunaler Ebene die Gesetze nicht ändern, aber wir können die Ehrenamtlichen so gut wie möglich unterstützen und die Gesetze möglichst bürger- und praxisnah auslegen. Die Initiative des Vereinskartells ist hierbei ein weiterer Schritt in einer ganzen Reihe von Anstrengungen. Wir wollen die Ehrenamtlichen unterstützen und motivieren und nicht demotivieren, was leider die Folge überzogener und immer mehr werdender Auflagen ist, mit denen auch wir sehr zu kämpfen haben und bei deren Erfindung manchmal der gesunde Menschenverstand nicht mit am Tisch saß.“

Nicht unnötig Steine in den Weg legen

Wichtig ist beiden zu betonen, dass es bei den Genehmigungsauflagen nicht darum geht, den Vereinen unnötig Steine in den Weg zu legen. „Letztendlich geht es um den bestmöglichen Schutz für Besucher und Vereine. Die Genehmigung einer Veranstaltung ist deshalb immer auch Bestätigung für die Verantwortlichen, in der Organisation alles richtig gemacht zu haben“, so Brilmayer und Niedergesäß. In einem ersten Schritt wurden die Vereine jetzt dazu aufgerufen, den aus ihrer Perspektive bestehenden Verbesserungsbedarf zu konkretisieren. „Erst wenn wir genau wissen, wo die Schwierigkeiten liegen, können wir zielgerichtet darauf eingehen“, betont Gressierer. Die Rückmeldungen sollen in der Jahreshauptversammlung des Vereinskartells behandelt werden. „Das Projekt für die Vereine in der Stadt soll ein Modellprojekt für den ganzen Landkreis werden,“ so der Landrat.  

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und Feiern trotz Paragrafen: Staatskanzlei gibt Broschüre heraus

ez

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