So soll die neue Linie aussehen, mit einer Trasse im Westen und einer Trasse im Osten.
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So soll die neue Linie aussehen, mit einer Trasse im Westen und einer Trasse im Osten.

ÖPNV-Ringlinie um Grafing und Ebersberg soll Bahnhöfe, Städte und Weiler besser verbinden

Für Ebersberg und Grafing: Der Rundherum-Bus kommt

  • Robert Langer
    VonRobert Langer
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Grundsätzlich war man sich im Kreisumweltausschuss schon vor einem Jahr einig. Doch die neue Bus-Linie 448 wurde zunächst noch gebremst – schwierige Haushaltslage wegen Corona. Jetzt aber grünes Licht.

Ebersberg/Grafing - Noch in diesem Jahr soll der Ausschreibungsprozess starten. „Die Sachlage hat sich nicht geändert“, so Sebastian Hallmann, im Landratsamt für den ÖPNV zuständig, nun im Ausschuss. Kosten könnte das Angebot den Landkreis pro Jahr rund 300 000 Euro. Fahrkarten-Einnahmen schon gegengerechnet.

Kosten für den Landkreis rund 300 000 Euro

Vorgesehenen sind zwei gegenläufig verkehrende Busse, der eine von Grafing-Bahnhof auf einer Westschleife über Nettelkofen, Seeschneid und Egglburg nach Ebersberg, der andere gegen den Uhrzeigersinn von Grafing Bahnhof unter anderem über Schammach, Grafing, Gasteig, Traxl, Rinding, Oberndorf und Langwied nach Ebersberg. Während der Betriebszeit soll es jede halbe Stunde eine Abfahrt von Grafing Bahnhof in die Kreisstadt geben, einmal auf der Westroute, einmal auf der Ostroute. Die Fahrt auf der kürzeren Verbindung im Westen soll etwa 17 Minuten, auf der längeren Route im Osten etwa 25 Minuten dauern.

Neue Anbindungen

Bei der neuen Linie geht es zunächst um eine bessere Anbindung aller südlichen Landkreisgemeinden an die Kreisstadt Ebersberg. Auch soll die Kreisklinik Ebersberg regelmäßig angefahren werden. Zudem ein Punkt: Die innerörtliche Erschließung von weiteren Stadtteilen in Grafing und Ebersberg per ÖPNV. Ein Aspekt der Planung war auch die Erschließung von Ortsteilen und Orten, die bisher nicht oder kaum angebunden sind, wie Oberndorf, Rinding, die Sportanlagen in Grafing mit Eisstadion und Freibad, Hesselfurt oder Schammach. Auch der Weg nach Grafing-Bahnhof soll einfacher werden, mit Blick auf die Inbetriebnahme der geplanten Berufsschule. Einen weiteren positiven Aspekt nannte Landrat Robert Niedergesäß (CSU) in der Sitzung: Die neue Buslinie biete eine Ergänzung zwischen Ebersberg und Grafing-Bahnhof bei Störungen der S-Bahn.

Alternative bei S-Bahn-Störung

Die Betriebskosten der neuen Linie betragen laut Schätzungen des MVV zwischen 535 000 und 595 000 Euro pro Jahr. Der Kostendeckungsgrad des ÖPNV liegt im Landkreis bei rund 50 Prozent. Heißt: Etwa die Hälfte der Kosten werden durch Einnahmen gedeckt. Blieben für die neue Linie rund 300 000 Euro. In Betrieb gehen könnte die Linie 448 zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2023.

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