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Baustellenbesuch: So laufen die Arbeiten am Ebersberger Hallenbad

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Von: Robert Langer

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Eine Sportstätte im Umbau: Das Ebersberger Hallenbad ist derzeit komplett eingerüstet.
Eine Sportstätte im Umbau: Das Ebersberger Hallenbad ist derzeit komplett eingerüstet. © Stefan Rossmann

Es ist ein Mammutprojekt für die Kreisstadt Ebersberg. Ein Projekt, das viel Geld kostet. Die Generalsanierung des Hallenbades schreitet voran, alles im Zeitplan. Ein Baustellenbesuch.

Ebersberg – Draußen Gerüst und Zäune, drinnen Gerüst – alles eine Baustelle. Wer durch die teilweise nur wenig beleuchteten engen Gänge des Hallenbads aus den 1970er Jahren in Ebersberg geht, dem bietet sich zwischen den Betonwänden, dem nackten Boden und der grauen Decke ein interessanter Anblick. Aber die Arbeiten gehen voran. In gut einem Jahr plus ein paar Monaten für Probebetrieb und letzte Überprüfungen könnte nach derzeitigem Stand die Sportstätte nach der Generalsanierung wieder eröffnet werden. So lautete in etwa auch der Plan.

Bei den Kosten scheint die Kalkulation ebenfalls weitgehend gehalten werden zu können. Im April vergangenen Jahres wurde mit rund 8,1 Millionen Euro gerechnet, jetzt geht man von rund 8,5 Millionen Euro aus. Und das trotz der allgemeinen Steigerungen im Bausektor.

Bürgermeister bei der Kontrolle hinter Gittern: Ulrich Proske am Montag bei einem Baustellen-Rundgang.
Bürgermeister bei der Kontrolle hinter Gittern: Ulrich Proske am Montag bei einem Baustellen-Rundgang. © Stefan Rossmann

Inzwischen ist das Gebäude nahezu entkernt. Unter anderem wurden gefundene problematische Materialien wie Asbest entfernt. Das wurde bei einem Rundgang am Montag mit Verantwortlichen verdeutlicht. Mit dabei Ebersbergs Bürgermeister Ulrich Proske, Mitarbeiter des Rathauses und Planer. „Der Beton ist sauber und stabil“, sagt Proske. Das neue Dach aus speziell beschichtetem Metall ist schon drauf. Die notwendigen Teile kamen, weil in Deutschland nicht verfügbar, über Umwege – aus Belgien und England. Ganz fertig ist die Konstruktion noch nicht, aber das soll bald abgeschlossen sein. Denn im März ist vorgesehen, dass der Innenausbau intensiv Schwung aufnimmt. Ein Teil der Technik wurde bereits erneuert. Ende des Monats soll es intensiv um das Thema Badewasser gehen. Auch am hydraulischen Hubboden wird noch gearbeitet. An den Wänden der Umkleiden erinnern noch helle kleine Fliesen an die frühere Gestaltung. Diese sollen jedoch bald entfernt werden.

Das ganze Haus, hier das alte Kinderbecken, ist eine einzige Baustelle – die Arbeiten sind im Zeitplan.
Das ganze Haus, hier das alte Kinderbecken, ist eine einzige Baustelle – die Arbeiten sind im Zeitplan. © Stefan Rossmann

Verschwunden sind ebenfalls die legendären Elemente aus der Entstehungszeit des Bades, die an den Wänden der Schwimmhalle hingen: Sie erinnerten mit der Form, der Gestaltung und der typischen orangenen Farbe an die Piktogramme von Otl Aicher zu den Olympischen Spielen in München 1972. Dargestellt sind Schwimmer. Die Elemente bestehen aus Kunststoff und Blech und sind derzeit sicher zwischengelagert. Sie sollen als ein Symbol der Zeitgeschichte im sanierten Gebäude wieder an die neuen Wände. Damit nichts verwechselt wird, wurden von dem abhängten Elementen Fotos gemacht. Genaue Pläne sind ebenfalls vorhanden.

Die Technik wird derzeit erneuert. Im Bild ist die neue Heizanlage zu sehen, die bereits eingebaut ist.
Die Technik wird derzeit erneuert. Im Bild ist die neue Heizanlage zu sehen, die bereits eingebaut ist. © Stefan Rossmann

Bürgermeister Ulrich Proske wünscht sich übrigens eine Art Richtfest auf der Baustelle, so wie es früher – vor der Corona-Pandemie – üblich war. „Vielleicht schaffen wir das auch jetzt“, hofft er.

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