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Die Dr. Mach GmbH und Co. KG macht nach 70 Ja hren der Unternehmensgeschichte ein neues Kapitel auf mit einem großen Standort im Grafinger Gewerbegebiet. Das Foto zeigt den bisherigen Unternehmenssitz in Ebersberg. 

Dr. Mach GmbH und Co. KG

Zugpferd galoppiert nach Grafing

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In Ebersberg wird dieser Umzug bedauert, in Grafing hingegen wird er als Erfolg gefeiert werden: Dem Vernehmen nach wird die Dr. Mach GmbH und Co. KG den Produktionsschwerpunkt von der Kreisstadt ins neue Grafinger Gewerbegebiet Schammach verlagern, wo das Unternehmen bessere Entwicklungsmöglichkeiten vorfindet, als am alten und beengten Sitz in der Flossmannstraße.

Ebersberg/Grafing – Die Firma ist ein international Player und nicht nur als potenter Gewerbesteuerzahler in Ebersberg sehr geschätzt. Die Dr. Mach GmbH & Co. KG exportiert in mehr als 80 Länder. Das Unternehmen ist als Hochtechnologiebetrieb auf dem Spezialgebiet der Lichttechnik für medizinische Zwecke tätig, ist ein beliebter Arbeitgeber, wurde 1948 gegründet und befindet sich zu 100 Prozent in Familienbesitz. Am Dienstagabend beschäftigte sich der Bauausschuss der Stadt Grafing mit dem geplanten Wechsel und den dazu notwendigen Formalitäten. Vorberatend wurden die Notarverträge behandelt. Nach unbestätigten Insiderinformationen könnte es um eine Fläche von bis zu 7000 Quadratmetern gehen.

Vorangegangen waren offensichtlich längere Vorgespräche und konkrete Verhandlungen, die endgültige Entscheidung liegt in den Händen des Stadtrates. In diesem Gremium war jedoch in der Vergangenheit immer wieder der politische Wille erkennbar, Hochtechnologiebetriebe in Grafing anzusiedeln. Von der Firma selbst war trotz mehrfacher Versuche keine Stellungnahme zu den Umzugs- und/oder Erweiterungsplänen zu erhalten. Auf Nachfrage der Ebersberger Zeitung gab es von Grafings Bürgermeisterin aber immerhin die Bestätigung: „Die offizielle Entscheidung fällt am kommenden Dienstag im Stadtrat“ – ebenfalls im nichtöffentlichen Teil.

Die Dr. Mach GmbH & Co. KG hat etwa 90 Beschäftigte, bildet selbst regelmäßig Nachwuchs aus und hat laut Bundesanzeiger im Jahr 2016 einen Jahresüberschuss von 5,1 Millionen Euro erwirtschaftet, nach etwa 6,0 Millionen im Jahr zuvor. „Die Liquidität des Unternehmens war auch in 2016 unverändert positiv. Eine Finanzierung durch Fremdmittel war nicht erforderlich“, wird im Jahresabschluss mitgeteilt. Auch in 2017 sei mit einem positiven Ergebnis zu rechnen. Von der Geschäftsführung seien im abgelaufenen Geschäftsjahr bereits der Maschinenpark ausgebaut sowie notwendige technische und qualitative Produktverbesserungen umgesetzt worden. Das Unternehmen reagierte damit auf eine sich verschärfende Wettbewerbssituation. „Nach wie vor hoch ist die Anzahl der Anbieter aus Fernost, die als Komplettanbieter mittlerweile auch in Europa Fuß fassen“, wird im Jahresbericht mitgeteilt. Weil sich das Unternehmen aber schon seit 70 Jahren auf seinem Spezialgebiet erfolgreich behaupten konnte, gibt es einigen Grund zu der Annahme, dass der international renommierte Betrieb auch weiterhin neue Herausforderungen meistern kann. „Wir beschäftigen eine Vielzahl an Ingenieuren, die sich ausschließlich um die Weiterentwicklung unseres Produktsortiments kümmern“, teilt das Ebersberger Unternehmen auf seiner Internetseite mit.

Der neue Standort in Grafing wäre jedenfalls verkehrstechnisch ungleich besser angebunden als das bisherige Gelände. „Das ist eine gute Firma, die wir gerne in Ebersberg haben“, meinte der Bürgermeister der Kreisstadt, Walter Brilmayer. Zu Grundstücksverhandlungen werde er sich aber nicht öffentlich äußern. Dass eine Firma umziehe, „wird es immer mal geben“, sagt er und hofft darauf, dass wenigstens Teile des Unternehmens in der Kreisstadt verbleiben. Bei der Dr. Mach GmbH handle es sich um ein „gutes und innovatives Unternehmen“, sagt Grafings Bürgermeisterin Angelika Obermayr auf Nachfrage und spricht von einem „richtigen Zugpferd“.

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