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Mehrere Polizeistreifen waren notwendig, um den unter Drogen stehenden Afghanen (18) zu bändigen.

Drei Polizisten im Einsatz an S-Bahn-Haltepunkt Heimstetten verletzt

Wilde Prügelei nach Angriff auf 21-jährigen Ebersberger

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Wilde Szenen am S-Bahnhaltepunkt in Heimstetten. Dort hatte ein 18-jähriger Afghane einen 21-jährigen Ebersberger angegriffen. Der Angreifer war nur mit einer Unterhose bekleidet.

Ebersberg/Heimstetten - Ein 18-Jährige Afghane hat am Bahnsteig des S-Bahn-Haltepunktes in Heimstetten am Samstag in Boxermanier einen 21-Jährigen aus Ebersberg tätlich angegriffen. Zuvor war der Afghane ins Gleis gestiegen um auf den anderen Bahnsteig zu gelangen. Der 21-Jährige wurde leicht am Kopf verletzt.

Als drei Polizeibeamte hinzukamen, trat und schlug der 18-jährige, der nur mit einer Unterhose bekleidet war, wild um sich und versetzte einem 31-jährigen Polizeikommissar einen heftigen Tritt gegen die Brust. Der Beamte fiel rücklings zu Boden. Im Gerangel verletzte sich ein 24-Jähriger Beamter. Er zog sich eine stark blutende Kopfplatzwunde zu. 

Polizei musste Schlagstock einsetzen

Die Bundespolizisten wurde von Beamten der Landespolizei unterstützt, konnten den Mann aber nur mit Einsatz eines Schlagstocks überwältigen. Weitere Beamte waren notwendig, um dem Afghanen am Boden zu fixieren. Hinzugerufene Sanitäter mussten den offensichtlich unter Drogen Stehenden sedieren, um ihn ins Krankenhaus transportieren zu können.

Der 18-Jährige war von einem 20-jährigen Landsmann begleitet worden. Die Rolle des ebenfalls unter Drogen stehenden Begleiters muss noch ausermittelt werden. Er war gegenüber den Bundespolizisten während des Einsatzes gegen seinen Landsmann verbal aggressiv und stand kurz davor auf die Bundespolizisten loszugehen. Auch gegen ihn musste, von einer mittlerweile eingetroffenen Streife der Landespolizei, ein Schlagstock zur Überwältigung und Fixierung am Boden eingesetzt werden.

Mehrere tätliche Angriffe

Nach ersten Erkenntnissen von Zeugen soll der 18-Jährige, ggf. auch dessen Begleiter, im Umfeld des S-Bahnhaltepunktes mehrfach mit anderen Personen in Streit geraten und es dabei zu mehreren tätlichen Angriffen und Sachbeschädigungen gekommen sein.

Bei der ärztlichen Behandlung des 24-jährigen, verletzten Beamten stellte sich heraus, dass er u.a. auch einen Bruch der Augenhöhle erlitten hat und deswegen stationär in Behandlung bleiben musste. Ob ggf. auch eine Operation notwendig ist, wurde von den behandelnden Ärzten noch nicht entschieden. Im Laufe des Abends begab sich dann ein weiterer 23-jähriger Beamter der Dreierstreife in krankenhausärztliche Behandlung um aufkommende Schmerzen im Knie abklären zu lassen. Auch der dritte Beamte nahm Schmerzen war, blieb jedoch dienstfähig. Immer wieder müssen Polizisten im Einsatz allerhand erdulden.  Auch Rettungskräfte werden oftmals angegriffen.

Täter kommt in psychiatrische Klinik

Der 18-jährige Afghane soll nach erster Auskunft von Ärzten und Bayerischer Landespolizei in eine psychiatrische Klinik eingewiesen werden. Sein Landsmann führte aus, beide seien gegen Mittag mit der S-Bahn nach Heimstetten gefahren und hätten dort von ihnen unbekannten Dritten Tabletten unbekannter Substanz bekommen und geschluckt.

Polizei sucht Zeugen

Die Bundespolizei sucht nun im Zusammenhang mit den Vorkommnissen, u.a. wegen gefährlicher Körperverletzung und tätlichem Angriff auf Polizeibeamte nach Zeugen, die evtl. zum Vorgang am Bahnsteig des S-Bahnhaltepunktes Heimstetten bzw. die auch zu möglichen Geschehnissen im Zeitraum vor 16.20 Uhr im weiteren räumlichen Umfeld der Bahnanlage im Kirchheimer Ortsteil Heimstetten sachdienliche Hinweise machen können. Erkenntnisse werden unter der Rufnummer 089/515550-111 entgegengenommen.

Lesen Sie dazu auch: Messerangriff in Penzberger Wohnung: 20 Polizeibeamte im Einsatz.

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