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Freie Fahrt: Die Anliegerregelung für den Kapser Berg, die kürzeste Verbindung zwischen Grafing und Ebersberg, wird wieder aufgehoben. Hier darf durchgefahren werden – und zwar von jedem Autofahrer.

Kürzeste Verbindung für alle erlaubt

Ob das alle begeistert? Dieser Schleichweg ist nun wieder offen

Ob das alle begeistert? Kaum sind die Umfahrungen um Ebersberg und Grafing fertig, wird die kürzeste Verbindung zwischen den beiden Städten wieder für alle Autofahrer geöffnet.

Ebersberg – Die Anlieger-frei-Regelung in der Rosenheimer Straße in Ebersberg ist bald Geschichte, die Route über Gsprait und Wiesham ist wieder frei.

Es gab Zeiten, in denen führte eine der Hauptverkehrsrouten durch die Kreisstadt über die Rosenheimer Straße. Damals sind dort am Tag 12 000 Autos und Laster entlanggefahren. Das rechnete Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU) in der Ebersberger Stadtratssitzung am Dienstagabend vor. Dann kamen Parkflächen am Fahrbahnrand, Anlieger-frei-Schilder, Tempo 30, Straßenverengungen und die abknickende Vorfahrtsstraße Richtung Doktorbankerl. Kurz: Die Route wurde unattraktiv.

Heute fahren hier nur noch 2800 Fahrzeuge vorbei – in beiden Richtungen zusammen. „Es sind noch deutlich weniger, die wirklich von Grafing nach Ebersberg fahren oder umgekehrt“, erklärte Brilmayer. Die Zahlen, die der Rathauschef nannte, stammen von einem Zähler vor dem Abzweig in den Schwedenweg. Also sind in den 2800 Autos noch einige Fahrten von Siedlungsbewohnern enthalten. „Die Zahl der Durchfahrer geht deutlich zurück, seit Fertigstellung der Grafinger Umfahrung sind es sind nochmal kontinuierlich weniger geworden, das dauert halt seine Zeit“, zeigte sich Brilmayer zuversichtlich. Er sieht den Grund für diesen Trend vor allem in den Maßnahmen, die in den vergangenen Jahren die Durchfahrt immer unattraktiver gemacht haben – von Tempo 30 bis zu den parkenden Autos am Straßenrand.

Weniger an den Erfolgszahlen beteiligt sei das Durchfahrtverbot für Nichtanlieger gewesen, so Brilmayer. Dieses wird nun aufgehoben. Das Landratsamt hatte bemängelt, dass Autofahrer, die über Wiesham von Grafing nach Ebersberg fahren, keine Möglichkeit mehr haben, von der Straße abzuzweigen. Früher war dies an der Wieshamer Zufahrt auf die Bundesstraße 304 noch möglich. Seit der Eröffnung der Grafinger Umgehung nicht mehr.

Die Autos können nur noch umdrehen oder schlichtweg auf der Strecke weiter bis Ebersberg fahren. Also dürfe die Durchfahrt keinem Autofahrer mehr verwehrt werden, ob Anlieger oder nicht. Das hatten Brilmayer und seine Grafinger Amtskollegin Angelika Obermayr (Bündnis 90/Die Grünen) zuvor bei einem Gespräch im Landratsamt erfahren. Darüber informierte Brilmayer die Stadträte nun. Im Gespräch habe Obermayr in Aussicht gestellt, dass auf Grafinger Seite ähnlich wie in Ebersberg Maßnahmen ergriffen werden sollen, welche die Rosenheimer Straße für Autos weniger attraktiv machen. CSU-Stadtrat und Verkehrspolizist Martin Schedo zeigte sich nicht ganz so zuversichtlich wie der Rathauschef, dass diese Maßnahmen allein auch ohne Durchfahrtsverbot den Verkehr von der Route halten werden. „Es kann sein, dass wieder mehr Verkehr kommt“, sagte er und sprach das Thema Schulwegsicherheit an. Auch Doris Rauscher (SPD) forderte eine Erhebung, wie viele Kinder aus den Wohngebieten denn über welche Route Richtung Schule unterwegs sind.  ujk

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