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Das Amtsgericht in Ebersberg, vor dem ein Ehepaar verurteilt wurde, weil es in seiner Abbruchfirma Schwarzarbeiter beschäftigte.

Verhandlung vor dem Amtsgericht

Schwarzarbeit: Ehepaar bringt Staat um 250.000 Euro

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Ebersberg - Ihre Arbeiter beschäftigten sie schwarz, aber mieteten für sie Wohnungen. Weil sie dem Staat so 250.000 Euro vorenthielten, landeten die Betreiber einer Abbruchfirma vor Gericht.

Wer eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung führt, ist nicht automatisch fein raus, wenn es Ärger mit dem Gesetz gibt. Um diese Erkenntnis reicher ist ein Ehepaar aus dem nördlichen Landkreis, das dem Staat rund 250 000 Euro an Sozialabgaben unterschlug. Deshalb landeten die beiden nun vor dem Ebersberger Schöffengericht.

Mietwohnungen für Schwarzarbeiter

Der 45-jährige Techniker und seine 31-jährige Ehefrau, betreiben eine Firma für Abbrucharbeiten. Der Zoll wurde auf sie aufmerksam, nachdem ein Tipp der Ebersberger Ausländerbehörde eingegangen war: Das Unternehmen hatte im Landkreisnorden mehrere Wohnungen für insgesamt 30 rumänische Arbeitskräfte angemietet. Doch nur ein Teil davon tauchte in den Büchern der Firma auf.

Wie sich herausstellte, arbeiteteten viele der Arbeiter von 2012 bis 2015 schwarz – zum Teil für nur sechs Euro Stundenlohn. Damit schaffte das Unternehmen etwas, wovon andere in ihrer Branche nur träumen können: Lohnkosten, die kaum ein Viertel des Umsatzes ausmachten.

Die Schwarzarbeit schlug sich dafür im Bargeldbestand der Firma nieder: Laut Buchhaltung sollten es ansehnliche 350 000 Euro sein. Bei einer Hausdurchsuchung fand der Zoll eine kleine Box mit ein paar Münzen, Gesamtwert: 52 Cent.

Nicht einmal die Hälfte der eigentlichen Arbeitsstunden – das rechnete ein Zollbeamter dem Gericht vor – fand sich in den Büchern des Unternehmens als ordnungsgemäß abgerechnet wieder. Anlass genug für einen Strafprozess.

Kurzer Prozess dank Geständnis

Die beiden Betrüger hatten vor Gericht die sprichwörtliche weiße Fahne gehisst. „Dank des frühzeitigen Geständnisses der Angeklagten können wir auf ein langwieriges Verfahren verzichten“, lobte die Staatsanwältin.

Es kam zu einem „Deal“, wie es die Anklagevertreterin formulierte, die betonte, es müsse dennoch eine schuldangemessene Strafe geben. Dieser Forderung akzeptierten auch die Anwälte des Paares, die sich dem Plädoyer der Staatsanwältin anschlossen.

Das Gericht folgte exakt deren Forderung und verurteilte den Ehemann, der als Betriebsleiter und Prokurist hauptsächlich den Betrug verschuldete, zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe von 3000 Euro. Seine Ehefrau, die als Geschäftsführerin mit in der Verantwortung steht, kam glimpflicher davon: Sie muss 1350 Euro Strafe zahlen.

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