Sachsenforst profitiert von steigenden Holzpreisen
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Andreas Lenz fordert faire Holzpreise (Symbolbild)

Wegen extremer Schwankungen

CSU-Bundestagsabgeordneter Andreas Lenz fordert Hilfe für kleinere Waldbesitzer

Die Beschränkung des Holzeinschlags soll nach Meinung des CSU-Politikers entschärft werden

Landkreis – Der Holzmarkt spielt verrückt. Deswegen fordert der CSU-Bundestagsabgeordnete Andreas Lenz unbürokratische Hilfe für Besitzer kleinerer Wälder. Das teilte er jetzt mit.

Auf Bundesebene wurde vor wenigen Wochen mit einer entsprechenden Verordnung der ordentliche Holzeinschlag bei der Fichte im aktuellen Forstwirtschaftsjahr (Oktober 2020 bis September 2021) auf 85 Prozent beschränkt. Hintergrund ist, dass die seit 2018 aufgetretenen Extremwetterereignisse und der nachfolgende Schädlingsbefall zu einbrechenden Holzabsatzmärkten geführt haben.

CSU-Bundestagsabgeordneter Andreas Lenz beklagt schwankende Holzpreise bis zu 250 Prozent

„Die Einschlagsbeschränkung sollte eigentlich helfen, die Preise zu stabilisieren und war auch von Seiten der Waldeigentümer gefordert worden“, sagt der Frauenneuhartinger CSU-Bundestagsabgeordnete Andreas Lenz. Zwischenzeitlich habe sich die Lage am Holzmarkt jedoch gedreht. Lenz: „Der mittlerweile herrschende extreme Preisanstieg für Schnittholz hat seine Ursache vor allem aufgrund hoher Exporte nach Nordamerika und China, wo die Baubranche extrem boomt. Das heißt, die Preise sind extrem gestiegen und der Markt für Bauholz ist leer gefegt.“

Der Holzpreis in US-Dollar je 1000 board foot (Maßeinheit für Holz) sei Schwankungen von bis zu 250 Prozent ausgesetzt und habe sich innerhalb eines Jahres um den Faktor 3,5 von 315 auf über 1106 US-Dollar erhöht. Es sei zu befürchten, dass die Verordnung, die eigentlich zur Beruhigung des Marktes und zur Stabilisierung der Preise gedacht war, die angespannte jetzt weiter verschärfe.

Andreas Lenz fordert faire Holzpreise für Bauherren und Waldbesitzer

„Um die Situation unbürokratisch zu entschärfen, sollte daher beispielsweise über die Einführung einer Bagatellgrenze für Kleinwaldbesitzer nachgedacht werden. Kleinbetriebe werden bei den aktuellen Vollzugsvorschriften besonders belastet“, so Lenz.
Hinzu komme, dass die Waldbesitzer von den steigenden Preisen nicht profitierten, da wenige Holzhandelskonzerne den Markt dominierten. „Wenn es gut läuft, bekommen die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer 100 Euro für den Festmeter oder 800 Euro für Schnittware.

Um das zu ändern, sind langfristige und verlässliche regionale Lieferketten sowie faire Preise sowohl für Bauherren als auch für die Waldbesitzer nötig“, so Lenz abschließend.
In diesem Zusammenhang forderte der Frauenneuhartinger eine Holzstrategie der Bundesregierung, um der Relevanz dieses Rohstoffs als Bau- und als Werkstoff Rechnung zu tragen.

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