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Wer noch keine Lehrstelle hat, kann auch nach Start des Ausbildungsjahres noch einsteigen.

Einstieg nach Beginn des Ausbildungsjahres im Landkreis Ebersberg kein Problem

Lehre auch für Spätstarter möglich

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Bisher keine Lehrstelle? Kein Grund zur Panik, sagt Kreishandwerksmeister Johann Schwaiger.

Landkreis – Der Unterschied zwischen früher und heute? Früher hieß es: Wer eine Lehrstelle bekommen hat, kann sich glücklich schätzen. Jetzt heißt es eher: Wer einen Lehrling hat, der kann echt froh sein. Der Markt wurde von einem Angebots- zu einem Nachfragemarkt von seiten der Unternehmen. Und bei weitem nicht alle Betriebe haben heuer einen Lehrling zur Ausbildung bekommen, obwohl sie dringend Nachwuchs bräuchten.

Das Handwerk im Landkreis Ebersberg freut sich deshalb ehrlich über neuen Berufsnachwuchs: Für das am 1. September beginnende Ausbildungsjahr wurden bisher 169 Lehrverträge unterschrieben, teilt die Handwerkskammer München und Oberbayern mit. Aber: Im Vorjahr registrierte die Handwerkskammer zum gleichen Zeitpunkt noch 186 neu geschlossene Ausbildungsverhältnisse. Das Minus liegt nicht etwa daran, dass es zu wenige junge Leute gäbe. Die Probleme liegen woanders.

Das Handwerk ist in der Region ein wichtiger Ausbilder: 2017 lag der Anteil der Auszubildenden, die im Handwerk lernen, bei 36 Prozent. Kreishandwerksmeister Johann Schwaiger betont: „Das Interesse junger Menschen am Handwerk ist ungebrochen und Beleg für die Attraktivität der dualen Berufsausbildung. Allerdings wollen wir uns auf den bisher erreichten Lehrverträgen nicht ausruhen und auch nach Beginn des Ausbildungsjahres bei Jugendlichen weiter für eine Lehre in unserem Wirtschaftsbereich werben.“ Angesichts voller Auftragsbücher sei der Nachwuchs- und Fachkräftemangel derzeit die größte Wachstumsbremse im Handwerk. Azubis, vor allem auch geeignete, sind oft Mangelware, die Betriebe machen aber Zugeständnisse.

Kammerpräsident Franz Xaver Peteranderl sieht eine duale Ausbildung als „ideale Grundlage für den Einstieg ins Berufsleben. Das Handwerk mit seinen rund 130 verschiedenen Ausbildungsberufen biete für jedes Talent und jede Neigung etwas.

„Mit dem Gesellenbrief und entsprechender Berufserfahrung oder dem Meistertitel kann man hinterher auch noch studieren“, sagt Peteranderl.

Jugendliche, die bisher keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, sollten sich weiter bewerben, animiert die Handwerkskammer etwaige Bewerber, sich zu melden: Der Abschluss eines Lehrvertrags sei auch nach dem offiziellen Ausbildungsstart noch möglich.

Die meisten Lehrverträge wurden im Landkreis Ebersberg heuer bislang bei den Kraftfahrzeugmechatronikern, Anlagenmechanikern für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik und Fachverkäufern im Lebensmittelhandwerk geschlossen.

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