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Seit Jahren ist die Kita-Situation in Ebersberg angespannt.

163 Neuanmeldungen

Kinderbetreuung: Akuter Platzmangel in Ebersberger Kindergärten

Ebersberger Kinderbetreuung: Stand heute würden im Herbst 25 Kinder in der Kreisstadt leer ausgehen. Die Verwaltung sucht indes nach Lösungen.

Ebersberg– Entspannt ist die Lage in den Ebersberger Kindergärten schon seit Jahren nicht mehr. Nur mit Not und Mühe konnten in der Vergangenheit für die meisten Dreijährigen Betreuungsplätze geschaffen werden. Heuer sieht es noch schlechter aus. Stand heute haben mindestens 25 Kinder, die noch 2020 drei Jahre alt werden, keinen Platz.

Darüber hat Michael Neumeier von der Stadtverwaltung die Stadträte in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses informiert. Insgesamt liegen der Stadt 163 Anmeldungen für das neue Kindergartenjahr ab September vor. Vergangenes Jahr waren es noch 149 gewesen. Die meisten Kinder können in einer der fünf Einrichtungen in Ebersberg untergebracht werden. Doch auch mit einer geplanten neuen und damit zweiten Gruppe in Oberndorf würden 25 Kinder leer ausgehen, berichtete Neumeier.

In Oberndorf sollen zehn weitere Kinder untergebracht werden

Nun versucht die Stadt, in Oberndorf noch weitere zehn Kinder unterzubringen. Die neue Gruppe sollte eigentlich mit 15 Kindern starten, nun prüft der Träger, der Einrichtungsverbund Steinhöring, ob auf 25 Kinder aufgestockt werden kann. Der Knackpunkt könnte das Personal sein.

Im Kindergarten St. Benedikt liegt genau hier das Problem. Dort sucht man bereits seit einiger Zeit händeringend nach Fachkräften. Wenn die Suche Erfolg haben sollte, könnte St. Benedikt zum September weitere 13 Kinder aufnehmen und damit die Lage entspannen, berichtete Neumeier.

„Der Personalmangel begleitet uns schon seit Jahren“

„Der Personalmangel begleitet uns schon seit Jahren und verschärft sich, während der Bedarf steigt“, resümierte Marina Matjanovski (CSU). Sie fragte, was die Stadt unternehmen könne, um sich attraktiver für die pädagogischen Fachkräfte zu präsentieren: „Können wir eventuell günstigen Wohnraum reservieren?“ Auch Doris Rauscher (SPD) sprach von „mehreren Stellschrauben“, an denen man drehen müsse. Immerhin sei der Anstellungsschlüssel in den Ebersberger Einrichtungen von 1:9 zu loben, in anderen bayerischen Gemeinden kommen auf einen Betreuer bis zu elf Kinder. „Das verbessert die Arbeitsbedingungen natürlich“, sagte Rauscher, selbst ausgebildete Erzieherin. Damit könne die Stadt für sich werben.

Bei der Schulkindbetreuung werde es „ein bisschen eng“

Im Bereich der Krippenkinder gestaltet sich die Situation etwas lockerer. Bei der Schulkindbetreuung werde es hingegen erneut „ein bisschen eng“, sagte Neumeier. Um allen Kindern einen Platz zu verschaffen, muss die Schülerbetreuung um zehn Plätze auf 170 Plätze erweitert werden. Der Trend erfordert immer mehr Hort- und Mittagsbetreuungsplätze: Von den 96 Erstklässlern im Herbst sollen 71 zumindest tageweise nachmittags betreut werden. Das sind 74 Prozent der Kinder.

VON UTA KÜNKLER

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