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So könnte ein dreistöckiger Bau für 21 Wohnungen an der Kreisklinik Ebersberg einmal aussehen.

Module für das Personal

An der Kreisklinik Ebersberg sollen schnell günstige Mitarbeiter-Wohnungen geschaffen werden

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An der Kreisklinik Ebersberg fehlen günstige Wohnungen für die Mitarbeiter. Für das bisherige Personalgebäude gibt es eine Warteliste. Nun ist eine schnelle Lösung mit 21 Modul-Wohnungen in Sicht -möglicherweise auch mehr.   

Ebersberg – Wenn alles klappt, sollen die neuen Bewohner noch heuer einziehen. Der Kreisausschuss des Kreistags stimmte schon mal dem Plan für ein zusätzliches Personalwohngebäude mit möglicherweise 21 Einheiten an der Nordseite der Kreisklinik zu. Es soll in Modulbauweise entstehen. Weil günstig gebaut werden könnte, sollen auch die Mieten günstig sein. Die Bewohner müssen aber wohl eine Voraussetzung erfüllen: Kein eigenes Auto, weil es in der Umgebung jetzt schon Probleme mit Parkplätzen gibt. Umgesetzt werden könnte das Projekt durch die WohnBaugesellschaft Ebersberg, ein Kommunalunternehmen, an dem der Landkreis und Gemeinden beteiligt sind.

Bezahlbarer Wohnraum

Die Kreisklinik Ebersberg benötigt dringend bezahlbaren Wohnraum, vor allem für Pflegepersonal. Die vorhandenen Personalwohnbauten sind alt und unattraktiv. Sie sind trotzdem voll und können den Bedarf nicht decken. Derzeit besteht bereits eine Warteliste mit 20 Mitarbeitern für Personalwohnungen. Günstige Wohnungen auf dem freien Markt sind kaum zu bekommen. Neue, qualifizierte Pflegemitarbeiter sind aber laut Landratsamt nur in Kombination mit bezahlbaren Wohnraum zu gewinnen.

Weitere Informationen: Fünfstöckiges Parkhaus als Entrée 

Schon länger geplant sind Personalwohnungen südlich der Münchener Straße auf einem Areal, das derzeit vor allem als Parkplatz genutzt wird. Wenn alles läuft wie geplant, könnten die ersten Wohnungen dort im Jahr 2021 bezugsfertig sein.

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Für das Vorhaben ist die WohnBaugesellschaft Ebersberg bereits beauftragt. Die Maßnahme kann aber nur abschnittsweise verwirklicht werden, um die EU-Schwellenwerte nicht zu überschreiten. Zuvor hat jedoch die Stadt Ebersberg noch ein gewichtiges Wort bei der Planung mitzureden.

Einzug noch in diesem Jahr

Das jetzt vorgeschlagene Projekt könnte auf einem Grundstück an der Pfarrer Guggetzer-Straße mit rund 650 Quadratmetern umgesetzt werden. Das Areal zwischen dem Parkdeck und der Strahlentherapie diente während der Umbauphase an der Kreisklinik als Ablageplatz, ist aber jetzt wieder frei.

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Bei einer Umsetzung mit drei Etagen könnten 21 Einheiten mit jeweils rund 25 Quadratmetern für Ein-Personen-Haushalte entstehen. Die Kosten werden für diese Variante auf rund 2,5 Millionen Euro geschätzt. Im Gremium wurde diskutiert, möglicherweise auch höher zu bauen, um mehr Wohnungen zu errichten. „Dem kann ich mich nur anschließen. Da muss aber auch die Stadt Ebersberg mitspielen“, so SPD-Fraktionssprecher Albert Hingerl in der Sitzung. „Ich persönlich kann mir das schon vorstellen“, erklärte Walter Brilmayer (CSU), Vizelandrat und Bürgermeister in der Kreisstadt. Das müsse aber zunächst in den Stadtrat. Vielleicht ist es aber auch von Vorteil, wenn der Bürgermeister einem Projekt positiv gegenüber steht.

Energetische Standarts

Kreisfinanzchefin Brigitte Keller, die auch kaufmännischer Vorstand der WohnBaugesellschaft ist, betonte, beim Modulbau würden alle energetischen Standards eingehalten.

Wenn man die Module aus Holz nehme, sei es auch noch ökologisch, so SPD-Kreisrat Ernst Böhm. Das sei aber etwas teurer als Beton. „Wenn wir teurer bauen, muss es der Mieter zahlen“, gab Keller zu bedenken.

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