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Arkadischer Raum in der alten Brennerei: „Hohe Erwartungen“ von Frenzy Höhne.

Festival im Klosterbauhof

Arkadische Träume in Ebersberg

Nach gut besuchten Ausstellungstagen beim Arkadien-Festival in Ebersberg lädt Peter Kees zu weiteren spannenden Veranstaltungen in die Galerie Alte Brennerei.

Ebersberg – Am Freitag, 22. Februar, findet ein soziales Experiment in der Ausstellung „Wo bitte geht’s nach Arkadien?“ in der Alten Brennerei im Klosterbauhof statt. Klaus Kopp von der Landkreisinitiative „Bürger vermögen viel“ wird das Publikum ins Jahr 2022 versetzen und dazu aufrufen, über die Verwendung von einer Million Euro für Bürgerprojekte im Landkreis zu entscheiden. Jeder Anwesende hat ein Stimmrecht. „Das Parlament wird live und in Echtzeit durchgeführt und ist durch dialogische Happenings inspiriert,“ so Kopp. Beginn ist um 19 Uhr.

Konferenz der Kinder

Am Samstag, 23. Februar, zwischen 15 und 17 Uhr kommen dann die Kinder zu Wort. In der „Konferenz der Kinder“, einer Initiative von Anders wachsen/Kulturvision Miesbach, haben Kinder die Möglichkeit, ihre Sehnsüchte, aber auch ihre Ängste auf die Zukunft bezogen auszusprechen. Schüler aus Holzkirchen haben dies getan und wollen mit Schülern aus dem Landkreis ihre Erfahrungen in einem Workshop diskutieren. Mit dabei sind Schüler der Montessori-Schule Niederseeon. Die gemeinsamen Ergebnisse fließen in das weltweite Projekt von Johannes Volkmann vom Papiertheater. Eingeladen in den Kunstverein sind alle Kinder und Jugendlichen.

Rund ums Mitgefühl

Am Samstagabend wird Monika Ziegler, Gründerin der Initiative Anders wachsen, in ihrem szenischen Vortrag „Was sagt die Neurologie zum Thema Mitgefühl?“ über Forschungsergebnisse der Neurowissenschaftlerin Tania Singer sprechen, die eine einzigartige Studie mit 200 Probanden über elf Monate durchgeführt hat. Unterhaltsame und nicht ganz ernste Theaterszenen, gespielt von Andrea Beier und Bernd Schmidt, zeigen ganz anschaulich, wie es geht. Beginn ist 19 Uhr.

Klassisches Konzert

Am Sonntag, 24. Februar, steht dann um 19 Uhr – in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Grafing – ein klassisches Konzert auf dem Programm der internationalen Kunstausstellung. Das Voyager Quartett spielt einen arkadischen Streichquartettabend. Auf dem Programm: das Schubertlied „Die Götter Griechenlands“, bearbeitet für Streichquartett vom Bratscher des Ensembles, Andreas Höricht, „Arcadiana für Streichquartett,“ op.12, VI. O Albion von Thomas Adés und das Beethovenstreichquartett Nr. 14, cis-Moll, op. 131, zu dem Richard Wagner einmal sagte: „Das ist der Tanz der Welt selbst: wilde Lust, schmerzliche Klage, Liebesentzücken, höchste Wonne, Jammer, Rasen, Wollust und Leid; da zuckt es wie Blitze, Wetter grollen: und über allem der ungeheurere Spielmann, der alles zwingt und bannt, stolz und sicher vom Wirbel zum Strudel, zum Abgrund geleitet: Er lächelt über sich selbst, da ihm dieses Zaubern doch nur ein Spiel war. So winkt ihm die Nacht. Sein Tag ist vollbracht.“ Das Voyager Quartett spielt in folgender Besetzung: Nico Christians ist der Konzertmeister des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, Maria Krebs ist Mitglied dieses Orchesters.

Andreas Höricht der Kompositeur und Arrangeur dieses Ensembles und ist gleichzeitig Mitglied des Modern String Quartetts und Klaus Kämper schließlich war früher Mitglied des Kerubim Quartettes und ist nunmehr als freier Musiker in diversen Gruppierungen als Cellist tätig.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen am Freitag und Samstag ist frei, zum Streichquartett-Abend am Sonntag gibt es Karten zu 16 Euro (ermäßigt 12 Euro) an der Abendkasse. Die Veranstalter bitten um rechtzeitiges Erscheinen, da in der alten Brennerei nur ca. 60 Sitzplätze vorhanden sind. Es gibt verbilligte Hörerplätze im Nebenraum zu 12 Euro. 

Lesen Sie auch: Hier geht’s nach Arkadien

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