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Autokino in Ebersberg geplant: Zwei Antragssteller wollen‘s machen

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Von: Max Wochinger

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Autokino-Nostalgie in Ebersberg? Der neue Bürgermeister Uli Proske (SPD) findet die Idee gut. © Philipp von Ditfurth/dpa

Ein Filmtheater soll am Volksfestplatz in Ebersberg entstehen. Es gibt zwei Antragssteller. Der Sozialausschuss entscheidet am 26. Mai darüber.

Update vom 27. Mai 2020: „Grüner: Autokino passt nicht in die Stadt“

Zwei Veranstalter wollten am Volksfestplatz aktiv werden, doch sie werden ausgebremst. Die Ideen haben die Stadträte in der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses einen Riegel vorgeschoben. Hier geht's zum ganzen Artikel

Erstmeldung vom 19. Mai 2020: „Autokino in Ebersberg geplant: Zwei Antragssteller wollen's machen“

Ebersberg – In ganz Deutschland ploppen seit der Coronakrise Autokinos aus dem Boden. Auf Parkplätzen, Veranstaltungsanlagen und Marktplätzen laufen Filme über aufgestellte Leinwände. Bald soll auch auf dem Ebersberger Volksfestplatz das nostalgische Filmegucken möglich sein: Gleich zwei verschiedene Antragsteller haben ihre Pläne im Rathaus eingereicht. Morgen wollen sie Bürgermeister Uli Proske (SPD) von ihren Ideen überzeugen. Die Chancen stehen gut.

Einer der Antragsteller sind Felix Mäsel und die Handballerinnen des Ebersberger Vereins Forst United. „Die Kultur ist seit der Coronakrise eingeschlafen“, sagt Trainer Mäsel am Telefon. Zusammen mit dem Vereinssponsor KPG sei man auf die Idee gekommen. Der Veranstaltungstechniker habe nämlich keine Aufträge, die Technik für ein Kino besitze die Firma. Bühnenelemente, Leinwand, Projektor – alles da. „Außerdem freuen sich die Mädels, wenn’s was zu tun gibt“, sagt Mäsel. Höchste Zeit also für ein Autokino.

Zweite Antragssteller unbekannt

Wie der andere Antragsteller heißt, ist unserer Zeitung nicht bekannt. Auch der neue Rathaus-Chef rückt nicht damit heraus. Es handelt sich um eine Privatperson. Er setzt sich morgen mit beiden Bewerbern an einen Tisch.

„Ich finde die Idee nicht schlecht“, sagt Uli Proske. Das alte kino in Ebersberg habe man gefragt, die Betreiber wollen kein Autokino eröffnen. Einem Freiluft-Kino auf dem Volksfestplatz in Ebersberg stehe nichts im Weg.

Der Bürgermeister fände es toll, wenn die Anwärter das Kino gemeinsam betreiben würden. Am 26. Mai soll im Sozialausschuss über das Filmtheater entschieden werden. Der Ausschuss besteht aus den zehn Stadträten, plus Bürgermeister.

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Trainer der Handballerinnen von Forst United, Felix Mäsel. © SRO

Zurück zu den Handballerinen aus Ebersberg: Wenn es nach den Frauen und deren Trainer geht, soll’s Anfang Juni losgehen. Zunächst an einem Wochenende, Freitag und Samstag. „Wenn es gut angenommen wird und sich rechnet, dann auch öfters“, sagt Trainer Felix Mäsel. Einen Zwei-Wochen-Rhythmus kann er sich gut vorstellen.

Volksfestplatz: 250 Autos hätten „locker“ Platz

Noch gebe es viel abzuklären, sagt der Handballer. Notfallwege seien zu erarbeiten und es brauche ein Hygienekonzept für den Gang zur Toilette. Ein Freiluft-Kino am Volksfestplatz sei aber „gut umsetzbar“. Man könne dort „locker“ 250 Auto unterbringen.

Was die Eintrittskarten kosten sollen, steht noch nicht fest. Ohnehin müsse zuerst das Gespräch mit dem Bürgermeister abgewartet werden, sagte Mäsel am Dienstag.

Seine Pläne sind indes konkret: Es sollen familienfreundliche Filme gezeigt werden, spezielle Tage für ältere und jüngere Besucher. Die Handballerinen wollen Werbung, Kasse und Bewirtschaftung erledigen. Letzteres soll mit einem kontaktlosen System funktionieren: Gäste können mit WhatsApp Popcorn, Cola und Bier bestellen, „die Mädels“ bringen das obligatorische Kinofutter zum Auto.

Autokino in Ebersberg: Ton kommt aus Autoboxen

Große Lautsprecheranlagen soll es auf dem Platz nicht geben: Der Filmton soll aus dem Autoradio kommen, mittels einer Frequenz. Sie soll vor Filmbeginn auf die Leinwand projiziert werden. Die Frequenz müsse bei der Bundesnetzagentur beantragt werden, sagt Mäsel.

Die wichtigsten Entwicklungen zur Coronakrise im Landkreis Ebersberg lesen Sie hier!

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