Bürgermeister Walter Brilmayer gratuliert den Siegern bei der Faschingswagen-Prämierung im alten kino in Ebersberg. Foto: St efan Rossmann

Prämierung in Ebersberg

Bester Faschingswagen: Sieg der Neandertaler

Gesiegt haben die Neandertaler: Mit ihrem Wagen „Wir schwingen die Keule“ überzeugte die Hohenlindner Gruppe „Einer für alle – alle für einen“ die Jury der Faschingsgesellschaft Ebersberg, die im alten kino die besten Teilnehmer des vergangenen Faschingszuges prämierte.

Ebersberg – Alle in Fell gekleidet, mit Knochen im Haar und am Wagen, mit Keulen und Höhlen und sogar einem Riesendinosaurier polterten die Teilnehmer mit wilden Rufen letztes Jahr durch die Ebersberger Innenstadt und erzielten damit den ersten Platz. „Diese Gruppe hat sich sehr viel Mühe gemacht mit dem Wagen und auch die Kostüme waren sehr gelungen,“ lobte Bürgermeister Walter Brilmayer die Hohenlindener, die damit das Preisgeld von 100 Euro in Empfang nehmen durften.

Oberndorf auf Platz zwei

Auf den zweiten Platz kam der Burschenverein Oberndorf, der sich ein sehr aktuelles Thema zum Motto genommen hatte: „Rettet die Bienen – rettet die Bauern“. Sie hatten den Wagenaufbau mit honiggelben Waben bemalt und sich alle als schwarz-gelbe Bienen verkleidet. Zwei Blumenkinder mit Gießkannen symbolisierten die Blüten, die für die Bienen notwendig sind.

Tulling wird Dritter

Mit einem Käfig voller Affen konnte sich der Stopselclub Tulling den dritten Platz sichern. In einem Riesen-Käfig turnten und kletterten Burschen und Mädel in Affenkostümen herum, ja sogar an einem Seil ließen sie sich hin- und herschwingen, wie an einer Liane. 

Der Wagen des Ebersberger Trachtenvereins mit dem Titel „Kanzlerfliaga“ landete auf Platz vier: Ein großes Flugzeug baumelte vorne am Wagen, dahinter stand die Figur von Angela Merkel. Eifrige Stewardessen schwirrten mit Tabletts umher, auf denen sie Sektgläser hatten, ein großer Esel fraß die Steuergelder und der Pilot auf seinem Wackelstuhl brachte alle zum Lachen.

Preise für Fußgruppen

Doch nicht nur Faschingswagen konnten sich dieses Mal Preise sichern, auch Fußgruppen kamen zum Zug. Die Kindergruppe der Grafinger Faschingsbären hat mit ihrem Zirkus-Motto ins Schwarze getroffen und den fünften Platz ergattert. Besonders angetan hatte es der Jury der kleine Zirkusdirektor, der ein ganzes Zirkuszelt auf seinem Dreirad durch Ebersberg fuhr. Ebenfalls siegreich und zu Fuß unterwegs war der narrische Anger mit dem Thema „Bollywood und Orient grüßt Bayern und den Okzident“: Prachtvoll und farbenfroh gekleidete Haremsdamen führten Tänze auf, begleitet wurden sie von einem Scheich, einem Elefanten und einem Kamel.

Sonderpreis ausgelobt

Um gerade die Fußgruppen zu fördern und immer mehr Menschen zum Mitmachen zu motivieren, hat die Faschingsgesellschaft Ebersberg dieses Jahr zum ersten Mal einen Sonderpreis in dieser Kategorie ausgelobt. Dieser Sonderpreis, der mit 80 Euro dotiert ist, ging an die Jugend des Trachtenvereins Ebersberg mit ihrem Motto „Schilderwahnsinn in Ebersberg“. Alle trugen über ihren weißen Kitteln blaue und rote Verkehrszeichen, einige verkörperten Ampeln. Und dazu wurde auf einem Extra-Schild eine „Stadtführung durch den Schilderwald“ versprochen.

Evi Thiermann

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