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„Mit keinem einzigen Wort habe ich meinen Mitarbeiter Uli Proske desavouiert oder kritisiert“, sagt Ebersbergs Bürgermeister Walter Brilmayer.

Ebersberger Bürgermeister reagiert auf SPD-Vorwürfe

Brilmayer: Ich bin Proske dankbar

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Ebersbergs Bürgermeister Walter Brilmayer hat Vorwürfe der SPD, er habe deren Bürgermeisterkandidaten Uli Proske desavouiert, zurückgewiesen. 

Ebersberg - Brilmayer (CSU) sagte am Samstag, 21. März, gut eine Woche vor der Stichwahl in Ebersberg, er könne die Aufregung um seine Meinungsäußerungen zur Bürgermeisterwahl nicht nachvollziehen. „Mir steht eine persönliche Meinung genauso zu wie jedem anderen Bürger auch. Und ich darf sie in einem freien Land genauso äußern“, so der Bürgermeister, der noch bis Ende April im Amt ist.

Brief verärgert SPD

Hintergrund ist ein Brief Brilmayers an junge und ältere Ebersberger Bürger, in dem er diese als „besorgter Bürger“ bittet, Alexander Gressierer (24, CSU) zu wählen. Dieser sei ein „intelligenter, fleißiger und zuverlässiger junger Mann“. Im Gegensatz zu seinem Mitbewerber sei Gressierer seit sechs Jahren aktives Mitglied „unseres Stadtrats“. Die SPD kritisiert unter anderem, dass Brilmayer verschweigt, dass auch Proske (48) kommunalpolitisch aktiv ist. Er gehört dem Ebersberger Kreistag an. 

Brilmayer: Ich schätze Proskes Arbeit

Mit keinem einzigen Wort habe er seinen Mitarbeiter Uli Proske “desavouiert” oder kritisiert, sagt Brilmayer weiter. „Ich schätze seine Arbeit als Wassermeister und Feuerwehrkommandant sehr und bin ihm dankbar dafür. Aber wir brauchen einen neuen Bürgermeister. Und da halte ich Alexander Gressierer für den geeigneten, den richtigen.“ Das sei seine Meinung als Bürger von Ebersberg, „und ich halte es geradezu für meine Pflicht, diese auch kundzutun“.

SPD: Für Brilmayer durchs Feuer gegangen

Der langjährige SPD-Stadtrat Hans Mühlfenzl hatte kritisiert, dass Brilmayer als amtierender Bürgermeister und Dienstherr von Proske mit dem Brief „den Leiter der Trinkwasserversorgung, einen ihm gegenüber stets loyalen Mitarbeiter der Stadt Ebersberg und langjährigen Kommandanten der Ebersberger Feuerwehr, der auch für Walter Brilmayer im wahrsten Sinne des Wortes durchs Feuer gegangen ist, desavouiert“ habe. Derzeit bereite Proske die Ebersberger Feuerwehren für ihre möglichen Einsätze im Zusammenhang mit der Coronakrise vor, so Mühlfenzl.

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