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Ebersberger Bürgermeisterwahl: Der Dritte im Bunde

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Von: Michael Acker

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Toni Ried (li.) will für die Freien Wähler der Nachfolger von Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU) werden.
Toni Ried (li.) will für die Freien Wähler der Nachfolger von Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU) werden. © Foto: Jürgen Rossmann

Jetzt sind sie schon zu dritt: Nach Alexander Gressierer (CSU) und Uli Proske (SPD) ist der dritte Kandidat für die Ebersberger Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr gekürt worden.

Ebersberg – Die Freien Wähler haben sich in einer nichtöffentlichen Sitzung einstimmig auf Toni Ried geeinigt. Er soll Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU) beerben, der in Ruhestand geht.

Ried ist 2. Bürgermeister der Kreisstadt, gehört dem Stadtrat bereits seit 1984 an, sitzt im Kreistag und ist zudem einer der Stellvertreter des Landrats. Bei der Wahl im nächsten Jahr ist er 66 Jahre alt.

Unstimmigkeiten vor der Nominierung

Dem Vernehmen nach hat es vor der Nominierung Rieds Unstimmigkeiten bei den Freien Wählern gegeben. Auch Gerd Otter und Hans Hilger, beide FW-Stadträte, hätten Ansprüche auf die Kandidatur angemeldet, hieß. Wie zu erfahren war, seien diese Ansprüche aber wohl nicht weiter verfolgt worden, denn in der entscheidenden Sitzung am Montagabend seien beide Stadträte nicht anwesend gewesen.

Ried ist Wachstumsskeptiker

Toni Ried gilt in seinen Rehen als Wachstumsskeptiker, der sich schon mehrfach gegen Projekte ausgesprochen hatte, bei denen er Schaden für Umwelt und Erscheinungsbild der Heimat befürchtet. Zuletzt stellte er sich eindeutig gegen die geplanten Windräder im Ebersberger Forst.

Nach Informationen unserer Zeitung hatte die CSU im Vorfeld versucht, die Freien Wähler von einer eigenen Kandidatur abzuhalten, um die Chancen für den eigenen Kandidaten Alexander Gressierer zu erhöhen. Doch Ried, so hieß es, sei auf das Angebot, den CSU-Mann zu unterstützen und dafür den Posten des 2. Bürgermeisters garantiert zu haben, nicht eingegangen.

Ob die Grünen als weitere im Stadtrat vertretene Partei auch einen Kandidaten ins Rennen schickt, ist nach wie vor offen. Bisher hat sie sich zu dieser Frage nur ausweichend geäußert.

Lesen Sie auch: SPD sagt: Proske ist „der Beste für Ebersberg“

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