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Ob die Grünen einen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Ebersberg präsentieren, ist noch unklar. Ihr bekanntester Stadtrat, Philipp Goldner, jedenfalls tritt nicht an.

Erklärung via Facebook

Bürgermeisterwahl in Ebersberg: Goldner (Grüne) tritt nicht an

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Viele hatten ihn auf der Liste. Jetzt steht fest: Philipp Goldner, Ebersberger Grünen-Stadtrat, tritt bei der Bürgermeisterwahl im nächsten Jahr nicht an.

Ebersberg - Am Donnerstagabend, 18. Juli, teilte Goldner mit, dass er bei der Wahl im nächsten Jahr nicht kandidieren werde. Er verbreitete seine Entscheidung auf der Hompage des Grünen-Ortsverbands Ebersberg und via Facebook.

In einem „offenen Brief“ schreibt Goldner, viele Menschen hätten ihn angesprochen, „ich solle mich doch erneut für dieses Amt bewerben – vielen Dank für die Ermunterungen und das Vertrauen!“ Er habe genug Bedenkzeit gehabt und sich nun dafür entschieden,  „meiner Berufung, Lehrer zu sein, zumindest die nächsten Jahre, weiter zu folgen, obwohl ich natürlich auch in der Kommunalpolitik immer mit Herzblut bei der Sache war.“

Froh sei er, dass es in Ebersberg im März 2020 zu einer "echten Wahl" unter mehreren Bewerbern kommen werde, so Goldner, der 2014 als Kandidat der Grünen einen Achtungserfolg gegen Amtsinhaber Walter Brilmayer (CSU) erzielen konnte.

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Er, Goldner, hoffe auf einen Bürgermeister mit Lebenserfahrung, der erkenne, dass die Ebersberger Flächen nicht vermehrbar seien und die Kreisstadt entsprechend in den bestehenden Baugrenzen entwickle. Der  erkenne, dass eine bauliche Lösung für den Nord-Ost-Verkehr landschaftsschonend und ohne Neuverlärmung realisiert werden müsse und deshalb nur eine Tunnelvariante infrage komme; der erkenne, dass die Energiewende nur mit mehreren Windrädern sowie Freiflächenphotovoltaik zu erzielen sei und dieses Thema zur Chefsache mache.

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Der Hinweis Goldner auf „Lebenserfahrung“ kann nur als Seitenhieb gegen den CSU-Kandidaten Alexander Gressierer (CSU) gewertet werden, der erst 24 Jahre alt ist. Außer Gressierer bewerben sich bis jetzt noch Uli Proske (SPD), Toni Ried (FW) und Bernhard Spötzl (FDP) um das höchste Amt im Ebersberger Rathaus.

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