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Demo gegen Corona-Maßnahmen in Ebersberg.

500 Symphatisanten

Ebersberg: Steinhöringer plant Demo gegen Corona-Maßnahmen

  • Michael Acker
    vonMichael Acker
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Arbeiten im Homeoffice und Ausgangsbeschränkungen: Der Steinhöringer Wolfgang Darchinger hat die Nase voll und ruft zu Kundgebung in Ebersberg auf.

Steinhöring/Ebersberg – Wolfgang Darchinger reicht’s. Der 34 Jahre alte Steinhöringer arbeitet im Homeoffice, er ist genervt von den wochenlangen Einschränkungen, die er wie alle anderen auch in der Corona-Krise hinnehmen muss: Abstand halten, keine sozialen Kontakte. Darchinger spricht von massiven Einschränkungen der Grundrechte. Dagegen will er demonstrieren: am Freitag, 1. Mai, in Ebersberg.

Knapp 500 Leute hätten sich innerhalb kürzester Zeit gemeldet

Darchinger ist nicht allein: Knapp 500 Leute hätten sich innerhalb kürzester Zeit gemeldet und ihre Sympathie für die Idee bekundet. Leute, die ebenfalls auf die Straße gehen wollen bei der Demonstration, die unter dem Motto steht: „Wer Freiheiten aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.“ Ein Spruch, der Benjamin Franklin, einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten von Amerika, zugeschrieben wird. 

Darchinger: „Sind keine Corona-Leugner“

Darchinger ist wichtig zu betonen, dass er und seine Mitstreiter „keine Corona-Leugner“ seien und keinen Verschwörungstheorien anhängen würden. Zudem seien sie auch nicht politisch aktiv, weder rechts noch links. Man wolle mit der Demonstration an die Politik appellieren, klare Ziele zu formulieren und die „übertriebenen Maßnahmen“, die derzeit angeordnet seien, zu überdenken. 

500 Leute werden es nicht sein, die am kommenden Freitag auf die Straße gehen. Die Demonstration sei vom Landratsamt Ebersberg für 30 Teilnehmer genehmigt, die Dauer auf eine Stunde begrenzt worden, sagt Darchinger. 

Alle Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes seien zu berücksichtigen. Heißt im Klartext: Die Demonstranten müssen den gültigen Sicherheitsabstand einhalten. 

Landratsamt: „Noch keine schriftliche Genehmigung“

Landratsamts-Sprecherin Evelyn Schwaiger bestätigte den Eingang des Antrags zur Demonstration. „Eine schriftliche Genehmigung“ sei noch nicht erteilt worden, sagt sie. Darchinger beruft sich auf mündliche Zusagen der Kreisbehörde. 

Diese habe ihm den ursprünglich geplanten Marsch durch die Stadt nicht genehmigt, die Demonstration müsse an einem festen Platz stattfinden. 

„Das macht es für uns schwieriger“, sagt Darchinger, der auf viele Sympathisanten an Gartenzäunen und Fenstern gehofft hatte. In jedem Fall möchte der Steinhöringer am Marienplatz ein paar Worte an die Demonstranten richten.

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