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Das Hölzerbräu-Gelände, vom Feuerwehrhaus aus gesehen. Hier sollen Wohnungen und Geschäfte entstehen. Ein Planungswettbewerb, an dem zehn Büros teilnehmen, läuft. 

Wohnungen und Geschäfte auf dem Hölzerbräu-Gelände

Dieses Projekt verändert Ebersberg

Wie wird die Ebersberger Innenstadt in zehn Jahren aussehen? Deutlich anders, das scheint festzustehen. Ein Areal mitten in der Stadt wird entwickelt.

Ebersberg– Schon lange wird im Rathaus an einem neuen Zentrum für Ebersberg getüftelt. Der Marienplatz soll als Herz der Kreisstadt aufgehübscht werden. Doch weil dieser derzeit den Charme eines Parkplatzes versprüht, sind alle Schönheits-Operationen sinnfrei, solange die Autos nicht anderswo Platz gefunden haben.

Schwung durch Wettbewerb

In diesem Zusammenhang ist vor einem Jahr das Hölzerbräu-Gelände in den Fokus gerückt. Das Areal soll mit Wohn- und Geschäftshäusern komplett überplant werden und eventuell auch öffentliche Tiefgaragenstellplätze gestatten. Ein Städtebau-Wettbewerb soll für Schwung sorgen.

Auch „Hasi“-Gebäude gekauft

Der Bauträger „Euroboden GmbH“ aus Grünwald hat das Gelände mit Hotel, Nebengebäuden, Schuppen und Parkplatz vor gut einem Jahr gekauft, um dort Mehrfamilien-Wohnhäuser entstehen zu lassen. Mittlerweile nennt das Unternehmen auch das Haus an der Eberhardstraße 4 sein Eigen, in dem seit vielen Jahren eine Filiale der Bäckerei „Hasi“ untergebracht ist. 

Brilmayer: Glücksfall

„Die hätten auch den ganzen Straßenzug gekauft“, hat Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU) unlängst auf der Bürgerversammlung gesagt, seien sich aber mit den Eigentümern nicht einig geworden. Er empfindet die Euroboden-Pläne als Glücksfall für die Stadt: „Das ist ein großartiges Thema“, sagte er, „eine Riesenchance“, die für das Zentrum „fast genauso wichtig ist, wie es die Altstadtpassage vor ein paar Jahren war“.

Was genau auf dem gut 5000-Quadratmeter-Gelände entstehen wird, ist noch lange nicht klar. Der Planungswettbewerb, an dem zehn Büros teilnehmen, ist für März kommenden Jahres ausgelobt. Eine der Vorgaben für die Architekten ist, dass etwa 50 Wohnungen entstehen sollen. Unter den Wohnhäusern soll eine Tiefgarage gebaut werden, in der die Stadt neben den für die Wohnungen notwendigen Stellplätzen gerne rund 40 öffentliche Parkplätze unterbringen möchte. Denn diese würden bei einer Neugestaltung des Marienplatzes in etwa wegfallen.

Von der Eberhardstraße in die Tiefgarage

Die Tiefgarageneinfahrt könnte nur über die Eberhardstraße erfolgen, entweder dort, wo derzeit die Auffahrt zum Hölzerbräu-Parkplatz ist, oder im Bereich des derzeitigen „Hasi“ an der Ecke Valtortagasse. Ob dieses Haus, für das der Mietvertrag mit der Bäckerei ausläuft, mittelfristig abgerissen wird oder nicht, ist noch offen. Die Raumverhältnisse an der Sieghartstraße lassen dort keine Tiefgarageneinfahrt zu. Von der Ostseite aus steht die Fassade das Hotelgebäudes außerdem unter Denkmalschutz. Bürgermeister Brilmayer hofft ohnehin, dass das vor allem bei internationalen Gästen beliebte Hotel erhalten wird: „Das muss bleiben!“

Eine weitere Aufgabe für die Teilnehmer am städtebaulichen Wettbewerb ist es, dass der Bau in mehreren Abschnitten realisiert werden kann. Der Grund: Das direkt nördlich angrenzende Feuerwehr-Gelände mitsamt 45 Jahre altem Gebäude soll mit in die Planung einbezogen werden.

Stadt sucht neuen Platz für Feuerwehr

Die Stadt sucht bereits nach einem neuen Standort für die an der Eberhardstraße sehr beengt untergebrachte Feuerwehr, der Grundsatzbeschluss ist gefasst.

Laut Brilmayer hatte die Kommune bereits verschiedene „mehr oder weniger geeignete Standorte“ ins Auge gefasst. Bis es allerdings soweit ist, dass tatsächlich an einen Umzug der Feuerwehr gedacht werden kann, werden wohl noch einige Jahre vergehen. Dennoch soll die Entwicklung des alten Feuerwehr-Geländes bei der Gesamtplanung für das Areal bereits jetzt mit bedacht werden.

Uta Künkler

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