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Ebersberger Hilfskrankenhaus soll geschlossen werden

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Von: Max Wochinger

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Die Patientenbetten in der Notfallklinik hat der Landkreis geleast. Nun will er sie wieder zurückgeben. © SRO

Das Hilfskrankenhaus wird bis Ende August rückgebaut. Versorgungsarzt Marc Block: „Die Situation im Landkreis ist derzeit extrem entspannt“.

Ebersberg – Seit acht Wochen steht nun schon das Behelfskrankenhaus in der Dreifachturnhalle in Ebersberg bereit. Betten, Container mit Sauerstoff, selbstgemalte Bilder von Kindern an den Wänden – alles ist eingerichtet. Nur, kein Corona-Patient hat das Hilfsklinikum je von innen gesehen. Der Ernstfall einer großflächigen Covid-Erkrankung von Landkreisbürgern ist ausgeblieben. Erfreulicherweise. Nun überlegt der Krisenstab, wie es mit dem „Notfall-Krankenhaus“ weitergehen soll. Ab dem 1. September soll es wieder der Dr.-Wintrich-Realschule und Vereinen zur Verfügung stehen.

Kapazität auf 500 Betten aufgestockt

Eine beispiellose Gemeinschaftsanstrengung war die Errichtung der Notklinik. Innerhalb kürzester Zeit entstanden in der Turnhalle Betten für 105 Patienten mit Atemproblemen. Mit den eigentlichen Versorgungsplätzen im Ebersberger Kreisklinikum konnte so die Kapazität auf 500 Betten aufgestockt werden. 155 000 Euro hat der Umbau gekostet, 80 Prozent übernahm der Freistaat, den Rest der Landkreis.

Die Hilfsklinik soll bis Ende August rückgebaut werden, teilte das Landratsamt nun mit. Das sei mit Landrat Robert Niedergesäß (CSU) und dem TSV Ebersberg sowie der Schule „einvernehmlich“ vereinbart worden.

Die Kapazitäten in den Kliniken des Rettungsverbands der Landkreise Ebersberg, Erding und Freising würden derzeit ausreichen, „auch für steigende Fallzahlen werden Raumreserven vorgehalten“, so die Landkreisbehörde.

„Situation im Landkreis ist derzeit extrem entspannt“

„Die Situation im Landkreis ist derzeit extrem entspannt“, sagt der Ebersberger Versorgungsarzt Marc Block. Er geht momentan nicht davon aus, dass das Hilfskrankenhaus bald gebraucht werde. Aktuell gibt es 14 gemeldete Infektionen im Landkreis (siehe Grafik unten).

Im Krisenstab werde derzeit überlegt, ob es für den Rettungsverband der drei Landkreise nur noch ein Behelfskrankenhaus geben soll.

Block: Wahrscheinlich, dass eine zweite Corona-Welle kommt

Und wie steht es um eine mögliche zweite Corona-Welle? „Es ist wahrscheinlich, dass eine kommt“, sagt der Internist Block. Er geht aber davon aus, dass die Welle nicht so ausgeprägt ist, dass man das Hilfskrankenhaus in Ebersberg brauche.

Der Meinung ist auch Stefan Huber, Geschäftsführer der Ebersberger Kreisklinik. Die zusätzlichen Bettenkapazitäten in der Turnhalle würden nicht benötigt, „da wir in der Klinik im Bedarfsfalle weitere 100 Betten aufstellen können“, so der Krankenhaus-Chef.

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