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Pfarrer Josef Graml ist tot. Er starb mit 79 Jahren.

Beliebter Ebersberger Seelsorger im Alter von 79 Jahren gestorben

Landkreis trauert um Krankenhauspfarrer Josef Graml

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Josef Graml war Pfarrer aus Berufung. Als Krankenhausseelsorger leistete er vielen Menschen im Landkreis Ebersberg 37 Jahre lang seelischen Beistand. Jetzt ist er tot.

Ebersberg – Lange schon im Ruhestand half Josef Graml immer noch aus als Priester in der Pfarrei Ebersberg und darüber hinaus. Jetzt ist der beliebte Pfarrer Josef Graml gestorben. Er wurde 79 Jahre alt.

Stadtpfarrer Josef Riedl schätzte die unkomplizierte Zusammenarbeit

Ebersbergs Stadtpfarrer Josef Riedl schätzte an seinem Kollegen „die ganz unkomplizierte Zusammenarbeit“. Fast bis zum Schluss sei Graml noch als Pfarrer tätig gewesen. In dieser Funktion hielt er heuer auch am 18. August noch eine Messe beim Trachtenjahrtag in Ebersberg als er unglücklich stürzte und sich dabei erheblich verletzte. Danach musste er seine Tätigkeit ruhen lassen.

Priesterweihe war im Jahr 1968

Vor einem Jahr feierten die Gläubigen der Pfarrgemeinde St. Sebastian mit Graml dessen 50. Priesterjubiläum. Begonnen hatte er seine „Laufbahn“ ganz klassisch – nämlich als Ministrant. Nach der Priesterweihe im Jahr 1968 folgten Stationen in in Tittmoning, in Garmisch und als Jugendpfarrer im Landkreis Miesbach bevor ihm schließlich Ebersberg zur Heimat wurde. Als Krankenhauspfarrer engagierte er sich zu einem sehr frühen Zeitpunkt für den Christophorus-Hospiz-Verein Ebersberg, dessen Mitbegründer er wurde.

Der Umgang mit Menschen machte Josef Graml Spaß

„Der Umgang mit den Menschen ist das, was mir Spaß macht“, bekannte Graml einmal, dessen herausragende Eigenschaft auch sein geschätzter, trockener Humor war. „Viele Kollegen haben früher mit frommen Sprüchen zu trösten versucht. Ich mache das nicht, ich bin meiner Linie treu geblieben. Ich zwinge niemandem ein Gebet auf. Aber ich bete natürlich mit einem Patienten, wenn er das wünscht“, erklärte er in einem Interview in der Ebersberger Zeitungseine unkonventionelle Berufseinstellung, für die er von den Menschen bewundert wurde. Trotz seiner manchmal rustikalen Art konnte Graml starkes Mitgefühl entwickeln für die Gläubigen, die bei ihm Beistand suchten und ihn in bester Erinnerung behalten werden. Am Dienstag, 19. November, 10 Uhr ist Gottesdienst in St. Sebastian mit anschließender Beisetzung im Priestergrab auf dem alten Friedhof in Ebersberg.

Lesen Sie dazu auch den Artikel zu Josef Gramls „Ruhestandsantritt“ damals: Springer im Dienst des Herren

Ebenfalls interessant: Diesem Pfarrer steigen die Gäste aufs Dach

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