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Wie bei der Ebersberger Wiesn findet das Feuerwerk im Rahmen einer Produktshow eines Privatunternehmers auf dem Ebersberger Volksfestplatz statt. 

Wegen privater Produktshow

Feuerwerk: Grüne schießen sich auf Brilmayer ein

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Die Ebersberger Grünen kritisieren die Stadt, die erneut eine Feuerwerk-Produktschau eines privaten Unternehmers aus Grafing genehmigt hat.

Ebersberg– Erneut wird es in Ebersberg zum Jahresende zwei Feuerwerke geben. An Silvester die traditionelle Böllerei und 14 Tage vorher die „Produktschau“ einer Unternehmers auf dem Volksfestplatz. Für die Grünen bedeutet Feuerwerk „fünf Minuten Schönheit, aber auch Lärmexplosionen, Feinstaub-Lawinen, Panikattacken bei Kleinkindern, Haus- und Wildtieren und Verletzungsgefahr durch unsachgemäßes Hantieren mit Knallkörpern und Raketen“.

Grüne: Nicht mehr zeitgemäß

Nach Meinung der Grünen-Fraktion im Ebersberger Stadtrat ist das nicht mehr zeitgemäß. Nach der letzten privaten Produktshow vor fast einem Jahr habe sie Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU) aufgefordert, die Genehmigung künftig zu verweigern. „Die Verwaltung prüfe das“, habe Brilmayer erwidert, erinnert sich Claudia Peter vom Ortsvorstand. Im November habe das Rathaus auf Nachfrage mitgeteilt, dass in diesem Jahr am so genannten Vorschießen wieder nichts geändert werde. Ein Privatunternehmen nutze den Volksfestplatz für seine Verkaufsförderung.

Brilmayer: Da kommen hunderte Leute

Bürgermeister Walter Brilmayer bestätigte das neuerliche Okay der Stadt. Der Platz werde zur Verfügung gestellt, weil sich der Unternehmer sonst einen anderen Ort im Stadtgebiet suchen würde. „Er war auch schon einmal auf der Ebersberger Alm, direkt neben dem Forst“, so das Stadtoberhaupt. Brilmayer verwies darauf, dass der Unternehmer als professioneller Anbieter die Genehmigung habe, Feuerwerke zu veranstalten. Der Volksfestplatz erscheine der Stadt am geeignetsten, schon allein wegen der Parkplätze. „Da kommen hunderte Leute.“

„Im stillen Kämmerlein entschieden“

Grünen-Stadträtin Petra Behounek findet es schade, „dass Bürgermeister und Verwaltung das Privatfeuerwerk offenbar im stillen Kämmerlein genehmigt hätten, obwohl die Bevölkerung bei dem Thema seit geraumer Zeit stark sensibilisiert ist“. Grünen-Stadtratskandidat Marc Block, Hausarzt und Kardiologe, nennt das Signal „umwelt- und gesundheitspolitisch verantwortungslos.“ Feuerwerke sorgten jedes Jahr für einen massiven Anstieg der Feinstaubbelastung, erklärt er. „Das ist gesundheitsgefährdend, vor allem für Kranke, Kinder und alte Menschen.“

Claudia Peter berichtet: „Nach Recherchen der Grünen hatte die Stadt sehr wohl die Möglichkeit, die Veranstaltung zu verhindern. Genehmigungsbehörde ist das Gewerbeaufsichtsamt München-Land. Dieses fragt immer, ob die betroffene Gemeinde Einwände hat. Ein schlichtes ,Ja, haben wir’ hätte also in Ebersberg genügt. Außerdem ist die Stadt Pächterin des Volksfestplatzes und entscheidet frei, wer diesen nutzen darf.“

Grüne rätseln über Brilmayers Motive

Über die Motive des Bürgermeisters herrscht bei den Grünen Rätselraten. Die des Unternehmers scheinen ihnen klar: Feuerwerke fänden in der Bevölkerung immer weniger Akzeptanz. In bundesweit mehr als 20 Städten seien sie nur noch eingeschränkt möglich. Vaterstetten habe im Landkreis Ebersberg den Anfang gemacht. Dort sei die Knallerei beim Volksfest abgeschafft worden.

In Ebersberg werde die Stadtratsfraktion der Grünen demnächst ebenfalls Anträge stellen, die das Böllern einschränken. „Damit die Kreisstadt nicht irgendwann zum bundesweiten Reservat für Feuerwerksfirmen wird“, heißt es in der Mitteilung des Ortsvorstandes.

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