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Begonnen hat alles mit einer Freizeit-Fußballmannschaft. Dann kamen andere Sportarten und Aktivitäten hinzu. Inzwischen hat der Freizeit & Sport-Club Ebersberg 243 Mitglieder. Er sucht ein neues Domizil, weil sein Vereinsheim abgerissen wird. 

Der Verein hat 243 Mitglieder

Freizeit-Club braucht neue Heimat

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Begonnen hat alles mit einer Freizeit-Fußballmannschaft. Dann kamen andere Sportarten hinzu. Inzwischen hat der Freizeit & Sport-Club Ebersberg 243 Mitglieder. Er muss sich auf die Suche nach einem neuen Domizil machen.

Ebersberg – Bisher nutzten die Mitglieder ein Gebäude in Ebersberg in der Sieghartstraße. Die Räume gehören zur Gaststätte „El Macho“, deren Eigentümer und Wirt Gero Tietge ist. Und der hat das Anwesen verkauft, wie er auf Anfrage der Ebersberger Zeitung bestätigte. „Am 1. Mai muss das Gebäude komplett geräumt sein“, die Gaststätte wird nach Tietges Auskunft vorerst noch ein paar Wochen geöffnet bleiben. Die Gebäude werden aber später abgerissen werden und einem Wohnbau weichen.

Tage sind gezählt

Die Tage des beliebten Treffpunkts für Freunde mexikanischer Kost in der Kreisstadt sind also gezählt, der FSC Ebersberg muss eine neue Bleibe finden. „Das wird nicht einfach werden“, ist den Mitgliedern klar. „Im Garten hatten wir eine Boccia-Bahn und einen Grillplatz“, bedauert Vorstand Thomas Thanhofer (38) den Verlust der bisherigen Heimstätte des Vereins, der im Jahr 1996 gegründet wurde.

Vereinsgründung im Keller

 „Das war bei mir im Keller“, berichtet der 38-Jährige, der in Frauenneuharting wohnt. Am Anfang bestand die Ausrüstung aus einem Kicker und einem Billardtisch, bevor andere Aktivitäten hinzukamen. Im Vereinsheim in der Sieghartstraße sei erst eine neue Küche eingebaut worden. Die Absicht des Eigentümers, das Anwesen einer anderen Nutzung zuzuführen, sei zwar schon länger bekannt gewesen, die Entscheidung überraschte den Verein aber doch, der eine rasante Entwicklung hingelegt hat.

Ursprünglich wurde der Club von Thanhofer gegründet, „weil wir gerne Fußball spielen wollten“. Da aber viele Mitglieder einen Handwerksberuf hätten und nicht zu definierten Zeiten regelmäßig ins Training gehen könnten, sei eine Alternative entwickelt worden und die wiederum hat sich selbst sehr gut weiter entwickelt. 

Acht Dart-Teams im Ligabetrieb

Inzwischen gibt es eine eigene Minigolf-Abteilung, es wird gebosselt und Eisstock geschossen und vor allen Dingen fliegen auch die Pfeile. Der angeschlossene Dart-Club hat acht Mannschaften im Ligabetrieb – sieben Herren- und eine Damenmannschaft. „In Rosenheim haben wir den Dart-Pokal gewonnen, da waren wir der totale Außenseiter“, freut sich Thanhofer über den sportlichen Erfolg. „Wir haben zwei- bis dreimal in der Woche ein Heimspiel“.

Der Dart-Raum in der Sieghartstraße misst 14 auf sechs Meter und vermittelt damit eine ungefähre Vorstellung davon, welchen Platzbedarf der Freizeit & Sport-Club an seinem künftigen Standort haben wird. Vorstandsmitglied Bernhardt Eisner spricht von „bis zu 500 Quadratmetern“ nach denen man in alle Richtungen die Fühler ausstrecke. 

Es muss nicht Ebersberg sein

Es müsse auch nicht unbedingt Ebersberg sein, meint Thanhofer sinngemäß, obwohl 44 Prozent der Mitglieder aus der Kreisstadt stammen würden. „Die würden sich natürlich freuen, wenn wir hier was finden würden, den anderen ist es eher egal.“ Auch in Grafing werde nach geeigneten Räumlichkeiten gesucht, berichtet Eisner.

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Die bisherige Entwicklung spricht dafür, dass der Verein mit seinem Angebot eine Lücke geschlossen hat. Denn vier Jahre nach der Gründung im Jahr 1996 zählte der Club bereits 40 Mitglieder, im Jahr 2010 erfolgte die Eintragung ins Vereinsregister und aktuell nähert man sich der Mitgliederzahl von 250 Personen, der gerne ihre Freizeit miteinander verbringen und dabei auch sportlich aktiv sein wollen. Vorstandschaft und Mitglieder hoffen, dass sich bald eine Lösung auftut und würden sich über entsprechende Angebote freuen.

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