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Die Brachfläche südlich der Klinik wird derzeit als Parkplatz genutzt. Hier könnten künftig Häuser stehen.

Pläne an der Kreisklinik

Fünfstöckiges Parkhaus als Entrée

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Das Gebäude wird die Zufahrt zum Zentrum der Kreisstadt prägen. Mit einem fünfstöckigen Parkhaus sollen die Stellplatzprobleme für ein Wohnbauprojekt gelöst werden.

Ebersberg – Das Kommunalunternehmen Wohnbaugesellschaft Ebersberg (WBE) soll die Errichtung des neuen, allerseits gewünschten Personalwohnbaus der Kreisklinik Ebersberg mit geplanten 100 günstigen Wohnungen übernehmen. Das beschloss jetzt der Kreistag. Die Kosten für das Projekt, möglicherweise mit insgesamt fünf Hauseinheiten und abschnittweise verwirklicht, können derzeit noch nicht beziffert werden. Finanziert werden soll es teilweise durch eine staatliche Förderung von 40 bis 50 Prozent. Außerdem soll der Landkreis ein günstiges Darlehen aufnehmen und dieses der Wohnbaugesellschaft zur Verfügung stellen. Die Tilgung soll über die Mieteinnahmen gesichert werden.

Ersatz für altes Personalhochhaus

Es geht um einen Ersatz für das in die Jahre gekommene Personalhochhaus der Klinik. Gleichzeitig ist klar, dass Personal für das Krankenhaus im teuren Münchener Umland schwer zu bekommen ist. Leichter geht es, wenn günstiger Wohnraum angeboten werden kann. Da sind sich alle einig. Doch wie soll die Stellplatzfrage gelöst werden?

Bisher parken Mitarbeiter der Klinik auf dem Areal. Die 100 Plätze müssen erhalten bleiben. Dazu kommen zusätzliche 100 Stellplätze für die neuen Wohnungen. Eine Position: Bei den hohen Grundstückspreisen sollen die Autos nicht noch mehr Fläche belegen. Also ab in den Untergrund. Es geht dabei um eine Tiefgarage mit möglicherweise fünf Ebenen.

Wohin mit den Autos?

Für Brigitte Keller, kaufmännischer Vorstand der kommunalen WBE und gleichzeitig Kreisfinanzchefin, zu teuer. Also Parkhaus. Weil damit aber eines der fünf Wohngebäude wegfällt, könnten weitere Wohnungen auf dem Grundstück zwischen dem schon bestehenden grünen Parkhaus und der Strahlentherapie entstehen. Aber auch dort müsste dann das Thema Parken gelöst werden.

Das wollte Ebersbergs Bürgermeister und stellvertretender Landrat Walter Brilmayer (CSU) nicht so einfach durchgehen lassen. Die Stadt hat bei der Planung ein erhebliches Wort mitzureden.

Brilmayer hat Bedenken

Die ursprüngliche Formulierung des Kreistagsbeschlusses, nachdem die Stadt Ebersberg gebeten wird, auf die Forderung nach einer Tiefgarage zu verzichten, wurde umformuliert. Stattdessen wird die Stadt nun gebeten, das zu prüfen. „Sonst hätte ich nicht zugestimmt“, so Brilmayer. Und er bezog in seine Argumentation auch Mitglieder aus anderen Fraktion im Kreistag mit ein, die gleichzeitig Mitglieder im Stadtrat Ebersberg sind. „Wir würden uns damit nur selbst in die Bredouille bringen.“ Und: „Gelaufen ist da noch nichts.“ Reaktion von Landrat Robert Niedergesäß (CSU): „Einen Versuch war es wert.“

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Kreisrat Ernst Böhm (SPD) schlug als Kompromisslösung vor, auf die Tiefgarage ganz oder teilweise zu verzichten. Alternativen wären Stellplätze in der ehemaligen Kreissparkasse zu nutzen oder die ebenerdige Parkfläche am Bahnhof mit einem Parkdeck zu versehen. Der Bau einer großen Tiefgarage bedeute hingegen ein „tiefes Loch“ und viele Lastwagen. Zudem würden die jetzigen 100 Parkplätze auf dem Areal für etwa drei Jahre Bauphase wegfallen.

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