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Das Ebersberger Waldmuseum wird eingehaust: Ein provisorisches Dach über dem verbrannten Dachstuhl soll Regen und Schnee abhalten.

Ebersberger Waldmuseum soll „von Grund auf“ neues Konzept bekommen

Brandkatastrophe soll jetzt als große Chance begriffen werden

Wie heißt es doch gleich? In jedem Unglück steckt auch ein bisschen Glück. Nach dem Brand des Ebersberger Waldmuseums musste nach diesem Glück aber erst gesucht werden.

Ebersberg – Nach der „Brandkatastrophe, die wir alle erlitten haben“, wie Hans Vollhardt vom Förderkreis Waldmuseum (FöK) im Umweltausschuss des Stadtrats sagte, will er nach vorne blicken. Und sieht durchaus auch Chancen nach dem Unglück, das Museumskonzept sogar weiterzuentwickeln und zu aktualisieren.

Von innen sieht man nur die nackten Betonwände

Nach dem Brand vor Weihnachten wurden mittlerweile sämtliche Exponate, Schaukästen, Regalborde, Paneele und Infotafeln ausgelagert. „Alles, was beweglich war, ist raus“, informierte der neue Museumsleiter Hannes Müller, dessen Einstand mit dem Großbrand zusammenfiel. „Von innen ist das Haus im Moment komplett nackt, man sieht nur die reinen Betonwände mit den Brandspuren.“ Sieben große Container seien mit Schutt, Holz, Gipskarton und Weiterem gefüllt worden nach den Rückbauarbeiten im Neubau. „Das war alles nicht dafür konzipiert, dass es hin- und wieder weggebaut wird“, bedauerte Müller. Also sei nichts anderes übrig geblieben, als das komplette Inventar rauszureißen, auch das, was unbeschädigt war. „Da kommen viele Arbeitsstunden zusammen, die nicht direkt mit dem Brand zu tun haben“, sagt Müller.

Arbeiten an einem Schutzdach in vollem Gang

Am Donnerstag waren die Arbeiten, um ein Notdach zu installieren, in vollem Gang, denn die zunächst übergezogene Plane hält das Haus nur mehr bedingt trocken. Dann werden die Brandschäden beseitigt und das Museum kann wieder neu bezogen werden.

Die Öffentlichkeit will Müller bereits am 13. März ins Haus lassen, wenn die nächste Sonderausstellung zum Thema Bäume startet. „Im Moment spricht nichts gegen den Termin“, sagte er optimistisch. Die Ausstellungsräume im Keller seien schließlich weitgehend unbeschädigt.

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Demnächst geht es um die Lichtverschmutzung

Ab August wird dann drei Monate lang die nächste große Ausstellung gezeigt, die der Förderkreis konzipiert und umsetzt. Es geht um das Thema Lichtverschmutzung, um die Folgen unserer überhellen Nächte für die Natur. „Die Ausstellung wird informativ und auch erschreckend“, stellte Vollhardt in Aussicht. Die Dauerausstellung soll vermutlich besonders in Hinblick auf die Klima-Verantwortung jedes Einzelnen aktualisiert werden.

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Das Konzept des  Museums war veraltet

„Das Museumskonzept stammt aus den 90er Jahren“, gab Vollhardt zu bedenken. Seither habe sich aber gerade in dem Bereich Klimawandel und ökologisches Bewusstsein Einiges getan. Es müsse „ein neues Konzept von Grund auf“ her, so Altlandrat Vollhardt. Eine Modernisierung hätte man ohnehin schon vorgehabt, ursprünglich aber Abschnitt für Abschnitt.

Eine Aktualisierung in einem großen Wurf sei nun „eine Riesenaufgabe“, bei der die aktiven Förderkreis-Mitglieder mit anpacken möchten: „Wir wollen gerne in intensiver Weise mitwirken, dass das Haus wieder auf die Beine kommt“, sagte Vollhardt. „Wir sind dankbar für dieses so völlig außergewöhnliche und einmalige Projekt. Ich hoffe, dass das Verständnis dafür und die Unterstützung auch mit neuem Bürgermeister und Stadtrat bestehen bleibt.“

VON UTA KÜNKLER

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