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Der neunte Bauabschnitt der Kreisklinik Ebersberg, in dem die Patientenzimmer eingerichtet wurden.

Geldverschwendung an Kreisklinik: SPD bohrt nach

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Die SPD im Ebersberger Kreistag hat Landrat Robert Niedergesäß (CSU) einen Fragenkatalog zur Kreisklinik zukommen lassen. Es geht um Geldverschwendung.

So berichtete die Ebersberger Zeitung am 30. Januar, als sie erfahren hatte, dass in der Kreisklinik neue Möbel wieder herausgerissen wurden, weil die Farbe nicht gefiel

Ebersberg – Die neuen Patientenzimmer in der Kreisklinik Ebersberg sahen eher aus wie eine Aussegnungshalle. Also wurden sie noch vor deren Bezug im Neubau wieder herausgerissen, bestätigte Klinik-Geschäftsführer Stefan Huber Ende Januar auf Anfrage der EZ. Komisch nur, dass sich vorher offensichtlich alle Entscheider für diese triste Farbvariante entschieden hatten, wie Huber einräumte. Aus Sicht der SPD-Kreistagsfraktion besteht jetzt Klärungsbedarf. Immerhin hat die spontane und späte Kehrtwende Mehrkosten in Höhe von 63 000 Euro verursacht.

Niedergesäß weist Verantwortung von sich

Zwar hatte Landrat Robert Niedergesäß in einer ersten Reaktion die Verantwortung für diese Geldverschwendung von sich gewiesen. Niedergesäß ist Vorsitzender des Klinik-Aufsichtsrates. Dieses Gremium und auch er selbst seien in die Entscheidung jedoch „nicht eingebunden gewesen“ und hätten auch nicht damit befasst werden müssen.

Die bereits fertigen Wandverkleidungen wurden in einigen Zimmern aber de facto durch Elemente in anderen Farben ersetzt, was den SPD-Fraktionsvorsitzenden Albert Hingerl und seine Fraktionskollegin und Landtagsabgeordnete Doris Rauscher jetzt zu folgender Frage veranlasste: „Wer hat die Entscheidung zur Beseitigung der ursprünglichen Innenausstattung getroffen?“

SPD fragt: Wer zahlt die Mehrkosten?

Es stelle sich auch die Frage, ob der Veranlasser überhaupt befugt gewesen sei, diese Entscheidung zu treffen. Hingerl und Rauscher wollen zudem wissen: „Wer zahlt die entstandenen Mehrkosten?“ Huber verwies Anfang Januar sinngemäß darauf, dass die 63 000 Euro angesichts der Gesamtinvestition kaum ins Gewicht fielen. Der Kostenrahmen für Neu- und Umbau sei trotzdem eingehalten worden. Das reicht der SPD nicht. „Welche Handlungsspielräume sieht der Landrat für den Aufsichtsrat, künftig solche Vorgänge zu unterbinden?“, wird in einer schriftlichen Anfrage nachgebohrt.

Kein Musterzimmer angefertigt

Wie Huber bestätigt hatte, ist dieAnfertigung eines Musterzimmers unterblieben, anhand dessen der optische Eindruck der Wandverkleidungen hätte besser beurteilt werden können. Der Geschäftsführer begründete das damit, dass sich dann die Bauzeit um ein halbes Jahr verlängert hätte.

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