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Alexander Gressierer brennt für das Bürgermeisteramt, wie er sagt. Der 23-jährige CSU-Vorsitzende überzeugte bei der Nominierungsversammlung über 80 Prozent der Parteimitglieder, dass er die Wahl für die CSU gewinnen kann.

CSU hat entschieden

Gressierer will Ebersberger Bürgermeister werden: „Ich brenne dafür“

Die  Ebersberger CSU schickt Alexander Gressierer ins Rennen um den Bürgermeisterposten. Der 23-Jährige  setzte sich deutlich gegen seine Konkurrentin Marina Matjanovski durch.

Marina Matjanovski, Vorsitzende der Frauen Union, konnte nur 16 Stimmen für sich gewinnen.

Ebersberg – Gressierer will Bürgermeister werden. Daran hat er schon lange keinen Zweifel gelassen. Für das Amt hatte sich der Stadtrat und frühere JU-Vorsitzende bereits 2017 mit der Übernahme des CSU-Ortsvorsitzes in Stellung gebracht. Im Januar dieses Jahres dann preschte er vor und bekräftigte öffentlich seinen Wunsch, bei den Wahlen in einem Jahr Bürgermeister der Kreisstadt zu werden.

Nun hoffen mit ihm die Parteimitglieder, den Richtigen an der Hand zu haben, um den großen Walter Brilmayer zu beerben, der aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl antreten darf.

In seiner dynamischen Rede vor der Nominierungsversammlung, zu der 90 CSU-Mitglieder den Weg gefunden hatten, betonte Gressierer, wie groß sein Wunsch für das Bürgermeisteramt sei: „Für so ein Amt muss man brennen und sich 365 Tage im Jahr mit aller Leidenschaft einsetzen. Ich brenne dafür.“

Gressierer: Kann 50 Prozent plus x holen

Er sei derjenige, der für die CSU bei der Wahl „50 Prozent plus x“ erreichen könne, sagte er. Denn er bringe neben Energie, Fleiß, Fachkompetenz und Entschlossenheit auch „die nötige Portion Demut“ mit.

„Klar, ich bin jung“, gab der 23-Jährige zu. Aber eben dies sei weniger Nachteil, sondern vielmehr ein Pfund. Er sehe eine perfekte Ergänzung zwischen „dem Anschiebenden, dem Tatendrang“ seiner Jugend auf der einen und der Erfahrung der älteren Stadtratskollegen auf der anderen Seite. Der gelernte Landwirt und Agrar-Ökonom versäumte es nicht, seinen tiefen Bezug zur Kreisstadt zu betonen. „Ebersberg ist für mich mehr als nur der Ort, an dem ich wohne“, sagte er. Nicht zuletzt, weil seine Familie schon seit dem Jahr 1680 in und um Ebersberg lebe.

Matjanovski: Ich leiste gerne karitative Arbeit

Ihre Familiengeschichte warf seine Konkurrentin Marina Matjanovski, gebürtig aus Skopje, heutiges Mazedonien, nicht in die Waagschale. Dafür aber ihre Lebenserfahrung, Herzenswärme und ihren Kämpfergeist. „Es ist in mir verankert, beruflich und privat Verantwortung zu tragen, und erfülle eine Vorbildfunktion durch meine Menschlichkeit“, sagte sie.

Die leitende Krankenschwester der Kreisklinik, die seit 30 Jahren in der Kreisstadt lebt, betonte ihr soziales Engagement, ihren Einsatz für andere, für die Gesellschaft. „Ich leiste gerne karitative Arbeit“, sagte die Vorsitzende der Frauen Union, Stadträtin und Kreisrätin. Auch ihre politischen Schwerpunktthemen siedelt die 58-Jährige vor allem im sozialen Bereich an, ob beim Ausbau der Kinderbetreuungsangebote oder bei ihrer Initiative für eine Seniorentagesstätte in Ebersberg.

Stammwähler reichen nicht

Doch die Parteimitglieder schenkten ihr nur 16 Stimmen. Sie glauben eher daran, mit Gressierer die anstehende Wahl gewinnen zu können. Auch wenn es, wie dieser selbst sagte, „nicht mehr reichen wird, nur die Stammwähler zu erreichen. Wir müssen auch die anderen Charaktere verstehen und von uns überzeugen.“

Noch ist nicht klar, welcher Konkurrenz sich Gressierer am 15. März 2020 stellen muss. Grünen-Stadtrat Philipp Goldner wird zwar als ein möglicher Kandidat gehandelt, will sich selbst aber noch nicht festlegen. Auch wenn seine Kandidatur bei der letzten Wahl „durchaus als Vorbereitung auf diese Wahl“ gesehen werden dürfe, wie er auf Nachfrage sagte. Die Freien Wähler hätten eventuell den 2. Bürgermeister Toni Ried in petto, allerdings hält sich dieser ebenso noch bedeckt wie die SPD, bei der sich bisher noch kein Kandidat hervortut.

Uta Künkler

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