Ein Autokino wird es in Ebersberg nicht geben. Dagegen waren auch die Grünen.

Projekt wäre in den Augen der Partei falsches Zeichen gewesen

Grüne zu ihrer Autokino-Ablehnung: „Wir erhalten Dankesbriefe“

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Die Ebersberger Grünen haben ihre Entscheidung gegen ein Autokino am Volksfestplatz begründet. Sie freuen sich über Dankesbriefe.

Ebersberg – Im Kulturausschuss des Stadtrats hatten die Grünen gegen ein Autokino am Volksfestplatz gestimmt, das u.a. die Handballerinnen des Vereins Forst United in Angriff genommen hätten.

„Schrecken in die Glieder gefahren“

Zur Wahrheit gehöre, „dass wir Grüne Dankesbriefe von Anwohnern des Volksfestplatzes bekommen. Denen fuhr der Schrecken in die Glieder bei der Aussicht auf abendliche Autokorsos, Abgase und Motorenlärm“, sagt Claudia Peter vom Ortsvorstand. Außerdem fragt sie: „Wie soll der Verkehr wieder abfließen? Das Nadelöhr ist am Amtsgericht die anerkannt gefährlichste innerörtliche Straßenkreuzung des Landkreises. Gerade erst ist dort ein schwerer Unfall passiert.“

Auto-Event als schlechtes Signal

Im Wahlkampf seien sich alle Parteien einig gewesen, dass diese Kreuzung dringend entschärft werden müsse. Und jetzt solle sie plötzlich 250 Autos auf einmal aufnehmen?, so Peter weiter. Einig sich alle Parteien im Wahlkampf auch gewesen, dass die neue Wahlperiode im Zeichen des Klimaschutzes stehen solle. „Gleich mal mit der Zulassung eines neuen Auto-Events einzusteigen, wäre da ein denkbar schlechtes Signal“, sagt die Grüne. Aus diesen Gründen habe sich ihre Partei im Stadtrat klar gegen ein Autokino auf dem Volksfestplatz der Kreisstadt entschieden. Der Vorschlag,so erklärte Fraktionsvorsitzender Marc Block, „widerspricht der zuletzt im Wahlkampf von allen Parteien gehuldigten Idee einer ökologischen Ausrichtung der Kommunalpolitik und den Idealen der Klimaregion Ebersberg“.

Fast alle Stadträte überzeugt

Mit diesen Argumenten habe er in der Sitzung des Kulturausschusses fast alle Stadträte der anderen Parteien überzeugt, freut sich Claudia Peter. Das habe wohl auch daran gelegen haben, dass die Grünen gleich einen Gegenvorschlag präsentierten, wie man den Handballerinnen von Forst United trotzdem helfen könnte. Die Idee: Während für ein Event am Volksfestplatz Hygiene- und Sanitätskonzepte noch erstellt werden müssten, gibt es sie am Klosterbauhof längst. Die Handballerinnen könnten schon in diesem Sommer nach Ende des Kulturfeuers die Einrichtungen leihweise übernehmen und dort ihre Filme zeigen.

Gemeinsame Lösung finden

Peter: „Es gibt keine Anwohner, die sich gestört fühlen könnten. Einnahmen ließen sich, ähnlich wie in vielen deutschen Städten üblich, durch Eintrittsgelder, Verpflegung und zusätzlich durch den Verleih von Liegestühlen und Decken generieren.“ Erste ermutigende Gespräche mit diesem Ziel habe der Grünen-Fraktionsvorsitzende Marc Block bereits geführt. Er appellierte an die Stadträte, das Gespräch mit dem Verein nicht abreißen zu lassen, um gemeinsam eine Lösung zu finden.

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