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Sie sorgt bei Autofahrern für Verwirrung und ist nicht nur für sie gefährlich: die Kreuzung am Ebersberger Amtsgericht. 

Neuer Vorstoß wegen gefährlicher Kreuzung in Ebersberg

Her mit dem Kreisel am Amtsgericht!

Sie ist ein ständiges Ärgernis und sie ist gefährlich: die Kreuzung am Amtsgericht Ebersberg. Seit Jahren wird ein Kreisel gefordert. Jetzt gibt es einen neuen Anlauf.

Ebersberg – - Wenn zur Hauptverkehrszeit Autofahrer schwitzend hinterm Lenkrad klemmen und auf den kurzen Moment hoffen, in dem sie mit durchgedrücktem Gaspedal alles geben und eine kleine Lücke im Verkehr nutzen, dann kann es gut sein, dass es sich um Ebersbergs beliebteste Kreuzung handelt: Die Amtsgerichtskreuzung.

Viel herumgedocktert

Viel ist im vergangenen Jahrzehnt über sie diskutiert worden, Einiges wurde an ihr herumgedoktert, nicht alles zum Besseren. Jetzt hofft die Stadt auf einen neuen Anlauf.

Die Ebersberger werden nicht müde, sich über die gefährliche und unübersichtliche Situation zu beschweren. Nun wagt die Stadt einen weiteren Versuch und klagt die Missstände erneut beim Staatlichen Bauamt Rosenheim an. Das haben die Stadtratsmitglieder im Technischen Ausschuss beschlossen.

Brilmayer: Wir fordern einen Kreisel

„Wir fordern einen Kreisel“, postuliert Bürgermeister Walter Brilmayer, nachdem auf Antrag der CSU-Fraktion das Thema erneut auf dem Tapet im Stadtrat gelandet war. Ein Kreisverkehr war in den vergangenen Jahren bereits in unterschiedlichen Versionen mehrfach diskutiert worden. Doch wie man ihn auch drehte und wendete – der Kreisel schien nicht hineinzupassen, immer wieder wurde er mit dem Argument hinweggefegt, es mangele an ausreichend Platz.

Antrag der CSU

„Wir beobachten aber in anderen Regionen, dass es wohl Kreisel gibt, die nicht die Standardgröße haben und dennoch gebaut werden und funktionieren“, so Brilmayer. Notfalls müsse man eben auch „unkonventionelle und kreative Überlegungen anstellen“, fordern die CSU-Fraktion und ihr Bürgermeisteranwärter Alexander Gressierer in ihrem Antrag.

Lage hat sich verschlechtert

Die Lage an der Amtsgerichtskreuzung hat sich seit dem Bau der Südumgehung vor neun Jahren drastisch verschlechtert. Zuvor war der Verkehr jahrelang über einen weitläufigen Innenstadtring per Einbahnstraße geführt worden. Seitdem dieser wieder abgeschafft und die Straßen in beiden Fahrtrichtungen geöffnet wurden, ist es an der Kreuzung erst so richtig unübersichtlich geworden. 

Keine Versammlung ohne Beschwerden

Es vergeht keine Bürgerversammlung, in der nicht erneut über die unzumutbaren Bedingungen an der Ecke Wasserburger Straße/ Bahnhofstraße/Rosenheimer Straße geschimpft wird. Den Hinweis, dass die Kreuzung gerade wegen ihrer Unübersichtlichkeit und der daraus resultierenden Vorsicht aller Verkehrsteilnehmer keinen Unfallschwerpunkt darstellt, wird im Stadtrat als Hohn gewertet. Das dürfe „nicht über den unbestreitbaren Verbesserungsbedarf hinwegtäuschen“, formuliert es Gressierer.

Lesen Sie auch: Das steckt hinter dem Öko-Zauberwürfel

Nun klopft Bürgermeister Walter Brilmayer erneut und mit Nachdruck bei der Rosenheimer Behörde an. Vielleicht lohnt sich das unermüdliche Festbeißen im Thema und die Ebersberger kommen am Ende doch noch zu ihrem heiß begehrten Kreisverkehr.

Uta Künkler

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