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Die Grill-Gruppe plant auf der Wiese im Anschluss an das Autohaus ein Boardinghaus, noch weiter südlich könnten Co-Working-Spaces entstehen. Die Firma „hub7“ steckt dahinter. 

Stadt signalisiert Einvernehmen

Im Ebersberger Norden könnten „Co-Working-Spaces“ entstehen

Der nördliche Ortseingang Ebersbergs wird in den nächsten Jahren womöglich ein ganz neues Gesicht bekommen. Unter anderem sollen „Co-Working-Spaces“ entstehen.

Ebersberg – Die Spedition Reischl will südlich des Getränkemarkts eine weitere Lagerhalle samt Büros bauen, gegenüber plant die Grill-Gruppe ein Boardinghouse mit Miet-Apartments. Jetzt kann südlich davon eventuell noch ein Bürokomplex mit Co-Working-Spaces entstehen.

Zumindest haben die Mitglieder des Technischen Ausschusses in ihrer jüngsten Sitzung die dafür erforderliche Umwidmung einer Ackerfläche in Gewerbegebiet angestoßen.

„hub7“ will erweitern

Die 2019 gegründete Ebersberger Firma „hub7“, die mit ihrem Schwesterunternehmen „Globalsys“ in der Schwabener Straße 27 sitzt, möchte expandieren. Dazu haben die Eigentümer ein Grundstück auf der anderen Straßenseite gekauft. Das Problem ist nur, dass dieses bisher im Flächennutzungsplan als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen ist. Doch die Kreisstadt ist festen Willens, dem hiesigen Gewerbe entgegenzukommen und hat nun eine Änderung des Flächennutzungsplans eingeleitet.

Proske: Sollten dem nicht entgegen stehen

„Klar kann man jetzt fragen, warum wir nicht erst einmal die bereits für Gewerbe vorgesehenen Flächen nutzen“, sagte Bürgermeister Uli Proske (SPD) auf Nachfrage der Ebersberger Zeitung gesagt. „Nur jetzt haben wir jemanden aus Ebersberg, der da bauen will, dem das Grundstück gehört, der die Erschließung löst, der in Ebersberg investieren will. Dem sollten wir nicht entgegen stehen.“

Stadt braucht Geld

Der Geldbeutel der Kreisstadt braucht dringend Gewerbe, ohnehin und besonders nach den zu erwartenden Einbußen aufgrund der Corona-Krise. Ohne Steuer zahlende Unternehmen können die erhofften Großprojekte wie Hallenbadsanierung, Waldsportpark oder Altes Schulhaus Oberndorf nicht zeitnah umgesetzt werden.

Energetisch autark

Das geplante Gebäude ist als energetisch autarkes Haus entworfen und soll über eine neue Stichstraße erreicht werden. Ganz besonders interessant bewertet Proske die Ansage des Unternehmens, im Gebäude Platz für so genannte Co-Working-Spaces für ortsansässige Kleinstbetriebe zu schaffen. „Das ist eine ganz tolle Geschichte“, sagte er. Wie der Bürgermeister stehen auch die Ausschussmitglieder hinter dem Projekt und stimmten für das Umwidmungsverfahren. Mit Ausnahme von Gerd Otter (Pro Ebersberg). Dieser befürchtet, dass eine Bebauung des Grundstücks eine der möglichen Umfahrungsvarianten der Kreisstadt von vornherein ausschließen könnte, da eine der ortsnahen Trassen darüber führen könnte. Diese Sorge teilt Proske nicht: „Selbst wenn es tatsächlich einmal diese Trasse sein sollte, könnte man die Stichstraße entsprechend ausbauen, dass sie eine Umfahrung ermöglichen könnte“, sagte er.

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