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Bürgermeister Walter Brilmayer (li.) und Techniker Benjamin Schulz beim Lampentausch.

Klima- und Insektenschutz

In Ebersberg gehen die LED-Lichter an

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In Ebersberg werden die Lampen der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umgestellt. Das spart CO2 und hilft den Insekten.

Ebersberg – Techniker Benjamin Schulz steht auf einer Hebebühne in der Sieghartstraße schräg gegenüber des Ebersberger Rathauses. Neben ihm eine Straßenleuchte, eine sogenannte Bergmeisterlampe. Er nimmt den Lampenschirm ab, holt die Glühbirne samt Technik heraus und installiert ein weißes Kästchen. Eine LED-Lampe.

Anspruchsvoller Tausch

Ebersbergs Bürgermeister Walter Brilmayer steht daneben und schaut zu, wie der Techniker die Straßenlampe auf LED umstellt. „Das ist wie ein Glühbirnentausch. Nur anspruchsvoller“, sagt Ebersbergs Klimaschutz- und Energiemanager Christian Siebel, der ebenfalls gekommen ist. So wie hier an der Sieghartstraße sollen bis zum Ende des Jahres 550 Straßenlampen im Stadtgebiet in neuem Licht erstrahlen. 300 Lampen wurden bereits getauscht.

Energie und Geld wird gespart

„Mit der Umstellung auf LED sparen wir Energie und Geld“, sagt das scheidende Stadtoberhaupt. Christian Siebel ist genauer: 125 000 Kilowattstunden können mit der Umstellung der 550 Brennstellen im Jahr eingespart werden, das sind 27 000 Euro. Eine Einsparung von satten 80 Prozent.

Dem gegenüber stehen Umrüstungskosten von 200 000 Euro. „Nach sieben Jahren haben sich die Kosten aber amortisiert“, sagt Siebel. Nicht nur 280 000 Euro spare sich die Kreisstadt nach zehn Jahren, auch 550 Tonnen CO2 würden wegfallen. So einfach kann Klimaschutz auf kommunaler Ebene gehen.

Straßenlicht Hauptenergieverbraucher

„Die Straßenbeleuchtung ist einer der Hauptenergieverbraucher“, sagt Siebel. 17 Prozent des kommunalen Stromverbrauchs seien im vergangenen Jahr auf das Konto von Straßenlampen gegangen. Also weg mit den alten Natriumdampflampen und her mit der LED-Technik. Über einen Zeitraum von insgesamt vier Jahren sollen alle Straßenlichter in Ebersberg getauscht werden, immerhin knapp 1300. Ein halbe Million Euro kostet das Ganze. In diesem Jahr sind die Bergmeisterlampen dran.

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Wie ist das neue LED-Licht? „Ein warmes Licht, außerdem insektenfreundlich“, sagt der Klimamanager. Insekten würden durch das Licht nicht angelockt. Trotzdem könne man durch die neue Technik leichter geblendet werden als durch alte Glühbirnen. Zwischen 22 und 5 Uhr wird das LED-Licht aber abgesenkt. Wer sich dann trotzdem gestört fühlt, kann sich an die Stadt wenden, sagt Siebel. Die kann das Licht noch stärker dimmen.

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