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Die Kreisklinik Ebersberg wird aufwendig umgebaut. 

Geschäftsführer mit ungewöhnlichem Angebot

Klinik-Mehrkosten: Huber will selbst zahlen

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Landrat Robert Niedergesäß (CSU) hat erneut zurückgewiesen, dass in der Kreisklinik im Zuge des Umbaus Steuergeld verschwenden worden sei.

Landkreis – Landrat Robert Niedergesäß gibt der Leitung der Kreisklinik Ebersberg volle Rückendeckung. Das geht aus einer Antwort auf eine Anfrage der SPD-Kreistagsfraktion hervor.

Die Genossen hatten dem Landrat einen Fragenkatalog geschickt. Dies geschah, nachdem die Ebersberger Zeitungberichtet hatte, dass nagelneue Patientenzimmer wieder herausgerissen wurden, weil den Klinik-Verantwortlichen plötzlich der Farbton nicht mehr gefiel. Mehrkosten: rund 63 000 Euro.

Deutlich unter dem Gerwerkbudget

„In Abwägung der Nutzungsdauer von 25 Jahren wurde unter sorgfältiger Abwägung entschieden, Veränderungen in der Material- und Farbauswahl vorzunehmen und einen entsprechenden Nachtrag bei der ausführenden Firma einzuholen. Der Nachtrag (...) beliefen sich bei einem Gesamtauftrag des Gewerks in Höhe von 505 000 Euro auf ca. 63 000 Euro. Das Kostenbudget für dieses Gewerk liegt bei ca. 650 000 Euro, man befindet sich also insgesamt inklusive des Nachtrags noch immer über ca. 80 000 Euro also über zehn Prozent unter dem veranschlagten Gewerkbudget“, schreibt Niedergesäß.

Huber würde selbst zahlen

Laut Landrat hat sich Klinik-Geschäftsführer Stefan Huber bereit erklärt, die Mehrkosten aus eigener Tasche zu bezahlen, sollte die SPD einen entsprechenden Antrag stellen. „Die durch den Nachtrag entstandene Wohlfühlatmosphäre und Qualität der Patientenzimmer für die Patienten, Besucher und auch für die Mitarbeiter der Klinik“ sei dies dem Geschäftsführer wert.

Lesen Sie auch: In der Kreisklinik Ebersberg fliegen 63 000 Euro zum Fenster raus

Niedergesäß kritisiert die SPD: „Die öffentliche Anfrage, hinterlässt schon ein wenig den etwas faden Beigeschmack, dass es hier eher darum ging, öffentlichkeitswirksam Zweifel an der wirtschaftlichen Führung der Kreisklinik bzw. Organisation der Sanierung des Bettenbaus zu schüren.

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