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In der Pflege wird weiter nach Personal gesucht, auch im Ausland.

Jens Spahn wirbt in Mexiko um Personal – Kreisklinik weiter unterversorgt

Kritik an Minister: „Im Detail nicht durchdacht“

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„Grundsätzlich richtig, aber nicht alles im Detail durchdacht.“ So beurteilt der Geschäftsführer der Kreisklinik den Besuch von Gesundheitsminister Spahn (CDU) in Mexiko.

Ebersberg – Der Minister hatte nämlich jenseits des Ozeans um Pflegekräfte für Deutschland geworben. Zudem unterschrieb er laut Medien eine Absichtserklärung mit der Deutsch-Mexikanischen Handelskammer CAMEXA. Demnach soll die Anwerbung der Pflegekräfte über eine noch zu gründenden Dachgesellschaft gesteuert werden. Dabei geht es unter anderem um Themen wie die Anerkennung der Ausbildung und die einfacher gestaltete Ausstellung der entsprechend notwendigen Visa für Deutschland.

In der Praxis gibt es weiterhin Probleme

Der Bundesgesundheitsminister tue wahnsinnig viel, so Huber. Er sei teilweise sogar „hyperaktiv“. Die Aktivitäten des Ministers seien wichtig, um das Thema Pflegkräftemangel im Bewusstsein der Bevölkerung zu behalten. In der Praxis gebe es aber weiterhin Probleme, auch mit der Bürokratie. In manchem bayerischen Regierungsbezirk gehe es leichter. In Oberbayern sei man aber „hoffnungslos überfordert“. Der Kontakt mit Mexiko sei wichtig. Denn es gebe schon entsprechende Programme mit dem Land als Vorbereitung, die man nutzen könne.

Gute Erfahrungen mit Fachkräften aus Albanien

Gute Erfahrungen habe die Kreisklinik, so Huber, inzwischen mit Fachkräften aus Albanien gemacht. Einige zusätzliche Mitarbeiter seien bereits hier, weitere würden erwartet.

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Wichtig seien oft Nachschulung, da für manche Pflegekräfte das Thema Versorgung in bestimmten Bereichen oder das Thema Hygiene am Patienten keine Rolle gespielt habe. Das sei in ihrem Heimatland oft Aufgabe der Angehörigen gewesen.

Bereits im Heimatland geschult

Schon früher wurde ein Projekt mit Pflegekräften aus den Philippinen gestartet. Dabei sollten die künftigen Mitarbeiterinnen bereits in ihrem Heimatland geschult werden und dann nach Deutschland kommen.

Zumindest für den Standort Ebersberg ist dieses Projekt derzeit auf Eis gelegt. Laut Huber der Grund: „Wir können keine günstigen Wohnungen anbieten.“ Die Pflegekräfte nähmen dann andere Stellen an. „Da sind internationale Agenturen tätig und die Bewerber sind ganz schnell weg.“ In Ebersberg ist ein modernes Schwesternwohnheim mit günstigen Mieten geplant, als Ersatz für das marode Hochhaus direkt an der Klinik. Derzeit gibt es noch Differenzen zwischen dem Landkreis und der Stadt Ebersberg. Es geht dabei unter anderem um die Stellplätze. Weiter gehen könnte es in der Debatte laut Huber in einer Sitzung des Technischen Ausschusses der Kreisstadt im November.

Ohne ausländisches Personal geht es nicht mehr

Klar ist: Ohne ausländisches Personal könnte der Klinikbetrieb in Ebersberg nicht mehr aufrecht erhalten werden, wie Huber schon öfter betonte. Man führe am Krankenhaus keine entsprechende Statistik und „wir unterscheiden hier auch nicht. Aber etwa 20 Prozent unserer Mitarbeiter haben einen ausländischen Pass.“

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