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Stefan Huber, der Geschäftsführer der Kreisklinik Ebersberg berichtet, dass etwa ein Fünftel des Pflegepersonals in seinem Haus inzwischen aus dem Ausland stammt.

Kreisklinik Ebersberg will attraktiver Arbeitgeber sein

Ohne Dienstwohnung bald kein Personal mehr

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Wer im Wettbewerb bestehen will, muss ein gutes Angebot machen. Das gilt auch für den Arbeitgeber Kreisklinik, der auch Pflegepersonal aus dem Ausland holt.

Landkreis - Pflegepersonal ist knapp. Die ausreichende Versorgung mit Fachkräften stellt die Krankenhäuser vor große Herausforderungen. Das ist auch im Landkreis Ebersberg nicht anders. Wir fragten Stefan Huber, den Geschäftsführer der Kreisklinik, wie seine Einrichtung mit dem Problem umgeht.

Wie viele der in der Kreisklinik Beschäftigten haben einen ausländischen Pass?

Wir führen keine entsprechende Statistik und wir unterscheiden hier auch nicht. Aber etwa 20 Prozent unserer Mitarbeiter haben einen ausländischen Pass.

Würde der Klinikbetrieb überhaupt ohne ausländisches Personal noch aufrecht erhalten werden können?

Nein, ohne ausländisches Personal könnte der Klinikbetrieb in Ebersberg nicht mehr aufrecht erhalten werden können.

Was unternimmt die Kreisklinik selbst, um ausländisches Personal anzuwerben?

Eine ganze Menge! Wir bekommen Mitte des Jahres 18 ausgebildete und anerkannte albanische Fachpflegekräfte. Zudem stehen wir mit entsprechenden „Vermittlern“ stets im Kontakt und beteiligen uns auch an Vermittlungsprogrammen der Bundesregierung auf den Philippinen. Unsere Pflegedirektoren waren selbst 2018 in Albanien um sich von der Qualität der Bewerber zu überzeugen und haben auch entsprechende Assessments mit den Bewerbern durchgeführt. Es hat sich gezeigt, dass nicht alle den Qualitätsanforderungen entsprachen.

Wie bezahlt die Kreisklinik ihr Personal im Pflegebereich – besser als andere Häuser oder gibt es da keine Unterschiede?

Wir bezahlen wie alle anderen kommunalen Kliniken auch nach dem einschlägigen Tarifvertrag. Wir bieten sehr gute Fort- und Weiterbildungsprogramme und bieten auch neben den pekuniären Ansätzen viele andere Anreize. Entscheidend ist heute allerdings die Möglichkeit, bezahlbaren Wohnraum anbieten zu können. Da haben wir mit unseren bereits bestehenden Wohnungen ein gutes Angebot, welches aber dringend sehr zeitnah auszubauen ist. Aktuell haben wir schon Wartelisten für Wohnungen. Ohne die geplanten Dienstwohnungen an der Klinik würden wir künftig kaum mehr Personal bekommen können! 

In diesem Zusammenhang ebenfalls interessant: Klares Bekenntnis zur Klinik - und gegen Rosinenpickerei

oder auch: Kreisklinik Ebersberg: Provisorium für die Ewigkeit

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