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Am Augrund in Ebersberg sollen 80 neue Wohnungen entstehen. Dafür werden 140 Parkplätze benötigt.

140 Parkplätze geplant

Wohnungsbau in Ebersberg: Am Augrund sollen knapp 80 Wohnungen entstehen

Rund 25 Wohnungen sollen davon als sozialer Wohnungsbau ausgewiesen werden. Die Stadträte wollen Alternativen für die 9500 Quadratmeter große Fläche.

Ebersberg – Nach den beiden Baugebieten am Doktorbankerl und Friedenseiche VIII wird die Kreisstadt vermutlich in südwestlicher Richtung weiterwachsen. Südlich der Straße „Im Augrund“ könnten in näherer Zukunft neun Mehrfamilienhäuser mit insgesamt knapp 80 Wohnungen entstehen.

Auf einer Fläche von etwa 9500 Quadratmetern soll nach dem Willen der Grundstückseigentümer ein neues Quartier mit Geschosswohnungsbau entstehen. Dafür soll das Grundstück wohl an einen Investor verkauft werden. Doch zunächst muss die Stadt Ebersberg für die Planung auf dem bisher landwirtschaftlich genutzten Gebiet, das im Flächennutzungsplan bereits als Baufläche für Wohnungsbau vorgesehen ist, grünes Licht geben.

Ebersberg: 140 Parkplätze notwendig

Eine erste, von der Stadt beauftragte Studie hatte ergeben, dass auf dem Gebiet neun Mehrfamilienhäuser mit jeweils drei Vollgeschossen und insgesamt 77 bis 80 Wohnungen entstehen könnten. Die etwa 140 notwendigen Parkplätze würden zum größten Teil in einer Tiefgarage untergebracht. Vorgabe der Stadt ist es, ein Drittel der Wohnungen als sozialen Wohnungsbau auszuweisen. Das wären etwa 25 Wohnungen. 

Mühlfenzl: „Daran sollten wir unbedingt festhalten“

„Daran sollten wir unbedingt festhalten oder die Zahl sogar noch erhöhen“, forderte Stadtrat Stefan Mühlfenzl (SPD) in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses. Eventuell, so regte er an, könne man auch den Rest der Wohnungen über einen Ebersberger Kriterienkatalog anbieten. Ähnlich dem früheren Einheimischenbauland werden damit Familien mit Wohnsitz oder Arbeitsstätte in der Kreisstadt bevorzugt. Ähnlich wird derzeit im Baugebiet Friedenseiche VIII hinter Aldi und Edeka verfahren.

Überlegungen für zweiten Bahnhof

Auch würde Mühlfenzl sich in der Ecke das eine oder andere Einzelhandelsgeschäft wünschen. Sein Parteikollege Christoph Münch äußerte zum wiederholten Mal die Idee, einen zweiten Bahnhof in der Kurve südwestlich der Kreisstadt bei der Bahn anzufragen. Wenn Ebersberg in diesem Bereich so stark wachse und in Hinblick auf ein dort eventuell angedachtes Ausweichgleis gewinne die Überlegung an Brisanz.

Gerd Otter (Pro Ebersberg), selbst Architekt, hätte für das Baugebiet gerne einen Architektenwettbewerb ausgeschrieben: „Das wird wahrscheinlich auf Jahrzehnte der Ortsrand von Ebersberg bleiben. Damit das auch wirklich schön wird, ist eine größere Bandbreite an Ideen in der Planungsphase unabdingbar“, meinte er.

Mehrere Varianten möglich

Bürgermeister Uli Proske (SPD) hielt dagegen, das Ergebnis eines Architektenwettbewerbs „muss auch nicht unbedingt gut werden und die gewünschte Akzeptanz in der Bevölkerung bringen“, wie man aktuell am Baugebiet Friedenseiche VIII sehe. Dennoch sind sich die Räte der Bedeutung des neuen Quartiers für das Gesicht der Kreisstadt bewusst. Darum schreiben sie zwar keinen Architektenwettbewerb aus, aber sie beschlossen mehrheitlich eine Mehrfachbeauftragung, um mehr Vorschläge und Planungsvarianten zu sehen.

Dabei erarbeiten mehrere Architekten parallel Lösungsvorschläge, ohne dass sich die Stadt jedoch auf eine spätere Realisierung verpflichtet. Sobald die pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen es zulassen, soll außerdem die Öffentlichkeit in einer Veranstaltung über die Zukunftspläne im Augrund informiert werden.

VON UTA KÜNKLER

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