+
Zum Führen von Schreckschusspistolen oder Schreckschussrevolvern braucht man einen Kleinen Waffenschein. Deswegen hat ein 71-Jähriger aus dem Landkreis Ebersberg jetzt Ärger mit der Justiz.

Er hat es nur gut gemeint

Mann findet Waffe und bringt sie zur Polizei - plötzlich bekommt er eine Anzeige

  • schließen

Er hat es nur gut gemeint und war sich keiner Schuld bewusst. Trotzdem hat ein 71-Jähriger jetzt Ärger mit der Justiz. Er hatte ein Waffe bei der Polizei abgegeben.

Ebersberg – Böse Überraschung trotz bester Absichten: Am Freitagvormittag wurde durch einen 71-Jährigen aus dem Landkreis Ebersberg ein Revolver bei der Polizeiinspektion Ebersberg abgegeben. Der Mann hatte die Waffe bei einem verstorbenen Verwandten in dessen Wohnung aufgefunden und brachte diese in einer Stofftüte vorsorglich zur Polizei Ebersberg, um sie in der Wache abzugeben. 

Lesen Sie dazu auch: 25-Jähriger aus Ebersberg hat Colt im Handschuhfach

Ebersberg: Mann hatte keinen „Kleinen Waffenschein“

Was der 71-Jährige jedoch nicht wusste: Das Mitbringen einer Waffe stellt eine Straftat gemäß dem Waffengesetz dar, da er die Waffe in der Öffentlichkeit „geführt“ hatte – und das ist verboten. Auch wenn es sich dabei „nur“ um eine Schreckschusswaffe gehandelt hatte, so hätte der Mann zum Führen einen sogenannten „Kleinen Waffenschein“ benötigt, informierte die Polizei Ebersberg. 

Lesen Sie auch: Ex-Spieler von Tölzer Löwen stirbt überraschend - Abschied kommt viel zu früh

Mann aus Ebersberg gibt Waffe ab: Strafverfahren wurde eingeleitet

Aufgrund dessen musste ein Strafverfahren gegen den Mann eingeleitet werden. „Bei ähnlichen Fällen ist es immer ratsam, sich zuerst telefonisch bei der Polizei oder dem Landratsamt zu erkundigen“, so die Beamten.

Video: Was darf ich mit einem kleinen, was mit einem großen Waffenschein?

Ebenfalls interessant: Wie im Wilden Westen: Zur Selbstverteidigung plötzlich Pistole gezogen

Oder: Reichsbürger mit Waffenschein: Warnschuss aus dem Landratsamt 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Krankenpfleger aus Ebersberg vor Landgericht: Er hatte ein Drogen- und Waffenversteck in der Küche
Ein 31-jähriger Krankenpfleger aus Ebersberg steht vor dem Landgericht in München. Vorwurf: Besitz und Handel mit Betäubungsmitteln. 
Krankenpfleger aus Ebersberg vor Landgericht: Er hatte ein Drogen- und Waffenversteck in der Küche
Coronavirus im Landkreis Ebersberg: +++7-Tage-Inzidenz steigt leicht auf 2,8+++
Coronavirus im Landkreis Ebersberg: Infizierte, Hintergrundberichte, Hinweise - hier gibt es die wichtigsten Entwicklungen zur Krise im Live-Ticker.
Coronavirus im Landkreis Ebersberg: +++7-Tage-Inzidenz steigt leicht auf 2,8+++
Nach Bäder-Lockdown: Grafinger Freibad öffnet am 8. Juni
Nachdem Ministerpräsident Markus Söder grünes Licht für öffentliche Bäder gegeben hat, soll auch das Grafinger Freibad bald wieder aufmachen.
Nach Bäder-Lockdown: Grafinger Freibad öffnet am 8. Juni
Corona-Ausbruch bei Unternehmen im Münchner Umland: 19 neue Corona-Fälle
Nach großangelegten Tests bei Schustermann und Borenstein vor einem Monat: 81 Corona-Infektionen. Nun hat die Firma erneut Abstriche gemacht.
Corona-Ausbruch bei Unternehmen im Münchner Umland: 19 neue Corona-Fälle

Kommentare