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Das Pflegepersonal der Kreisklinik Ebersberg hatte mit seinem Verhalten einen Anteil an einer Großspende, die der Landkreis erhalten hat. 

Kreiskrankenhaus Ebersberg

Nach Millionen-Erbe: Bayernpartei fordert Prämie fürs Klinikpersonal

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Die Kreisklinik Ebersberg hat Millionen geerbt. Die Bayernpartei fordert, dass ein kleiner Teil dieses Geldes an die Mitarbeiter weitergereicht wird.

Landkreis – Wer nach einem Aufenthalt die Kreisklinik gesund wieder verlässt, hat viel mit dem dortigen Pflegepersonal zu tun gehabt. Und vielleicht sind diese Patienten ja auch der Ansicht, dass dessen Einsatz tatsächlich die besondere Anerkennung verdienen würde, von der öffentlich oft und gerne die Rede ist. Der Kreisverband der Bayernpartei hatte dazu jetzt einen konkreten Vorschlag gemacht.

Mehr Geld fürs Personal

Es geht um mehr Geld für das Personal. Hintergrund des Vorstoßes ist eine ebenso großzügige wie überraschende Zuwendung, die der Landkreis Ebersberg erhalten hat. Die Baldhamer Bürgerin Ehrentraud Jakob hat den Kreis als Alleinerbe ihres beträchtlichen Immobilienvermögens eingesetzt. Sie war im Oktober vergangenen Jahres gestorben. „Der Erbschein liegt uns vor“, hatte Landrat Robert Niedergesäß im Dezember bereits bestätigt.

Die Aussicht auf eine erhebliche Finanzspritze war für die Bayernpartei Anlass für einen Vorschlag, den BP-Kreisvorstandsmitglied Robert Böhnlein als Pressemitteilung öffentlich machte: „Es ist nur gerecht, wenn das operative Personal einen Teil der Erbschaft als einmalige Belohnung ausgezahlt bekommt“ heißt es darin. Die Bayernpartei hält einen Anteil fünf Prozent der Erbschaft für angemessen.

500 Euro netto für jede Vollzeitkraft

Zwar müsse der gesamte, genaue Betrag erst durch ein Wertgutachten ermittel werden, hatte Niedergesäß im Dezember informiert, aber gleichzeitig von einem „Millionenvermögen“ gesprochen. Die Bayernpartei hat deshalb einen Einmalzahlungsbetrag von 500 Euro netto vorgeschlagen „für Vollzeitkräfte“. 

Dem Vernehmen nach ist dieser Vorschlag aber in nichtöffentlicher Sitzung vom Kreistag abgelehnt worden. Gleichzeitig ist die Geschäftsführung der Kreisklinik offensichtlich mit einem eigenen Vorschlag an das Gremium herangetreten. Demnach sollen für eine solche Ausschüttung aus den laufenden Einnahmen 600 000 Euro bereitgestellt werden. Dafür gab es angeblich eine breite Zustimmung unter den Kreistagsmitgliedern.

Bayernpartei enttäuscht

Die Bayernpartei ist enttäuscht darüber, dass ihr Vorschlag als der weitergehende keine Mehrheit fand, wird kolportiert. Immerhin sei das Personal der Kreisklinik überhaupt der auslösende Faktor für diese Großspende gewesen.

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„Es liegt auf der Hand, dass Patienten im normalen Klinikbetrieb zu 95 Prozent nur von den Bediensteten, sprich Stationsärzten, Krankenschwestern, Pflegern, OP- und Röntgenpersonal, Reinigungskräften und endlich auch von den guten Mitarbeitern der Küche versorgt werden. Diese repräsentieren das Bild der Klinik nach außen. Nur diese Mitarbeiter, die im Schichtbetrieb auch an Wochenenden und Feiertagen freundlich, aufopfernd und verantwortungsvoll ihr Bestes für die Patienten geben und allgemein den Betrieb am Laufen halten, sind aus unserer Sicht die Botschafter einer Klinik und haben sicher zum größten Teil das sogenannte Millionenerbe der Frau Ehrentraud Jakob ausgelöst“, argumentiert die Bayernpartei. Die Politik verspreche zwar Anerkennung und bessere Bezahlung, in der Praxis würden die Angestellten im Pflegebereich Verbesserungen aber nur – wie zuletzt – durch einen Streik erreichen. 

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