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Derzeit ist das Finanzamt im ehemaligen Klostergebäude untergebracht. Es hat Platzprobleme. 

Die Behörde braucht dringend mehr Platz

Neue Chance für Landrats Frusthaus: Finanzamt im Sparkassengebäude

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Zieht das Finanzamt Ebersberg ins ehemalige Sparkassengebüdeß In das Haus, das dem Landkreis so viel Frust bereitet. Möglich wäre es.

Ebersberg – Die Verbindung wäre eigentlich da: Es geht um Geld. Klar ist: Das Finanzamt in Ebersberg ist auf der Suche nach neuen Räumen, einem neuen Standort, und der Landkreis Ebersberg prüft alle Möglichkeiten, um das angekaufte ehemalige Sparkassengebäude zu nutzen. Die Verhandlungen laufen offenbar schon länger. Zwei Punkte werden miteinander verknüpft.

Punkt eins: Das Finanzamt hat seinen Sitz derzeit im historischen Klostergebäude in der Kreisstadt. Dort ist es aber für die Behörde mit rund 130 Beschäftigte zu eng, trotz der möglichen Umbaumaßnahmen. Als Notlösung gibt es bereits eine Außenstelle. Im Gespräch war zuletzt ein Standort in Grafing-Bahnhof.

Finanzamt soll in der Kreisstadt bleiben

Punkt zwei: „Wir halten es für sinnvoll, dass das Finanzamt in der Kreisstadt bleibt“, so Landrat Robert Niedergesäß (CSU) in einem Pressegespräch. In der Debatte ist, wie Niedergesäß bestätigte, für das Finanzamt das ehemalige Sparkassengebäude. Das hatte der Landkreis erworben, weil er für das Landratsamt Büroflächen braucht. Doch dann erwies sich, dass die Sanierungskosten deutlich höher sind, als ursprünglich erwartet.

Auch gibt es baurechtliche Mängel. Kürzlich hatte sich der zuständige Ausschuss des Kreistages mit dem Thema beschäftigt. Zuvor hatte eine interfraktioneller Arbeitskreis neun mal getagt und unterschiedlichste Aspekte geprüft. Viele Varianten wurden verworfen. Fazit: Ein Projektentwickler soll Vorschläge machen, wie der Landkreis mit dem Gebäude umgehen könnte.

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Kreisfinanzchefin Brigitte Keller hatte ihre Position klar gemacht: Nichts mehr in das Sparkassengebäude investieren, sondern das Grundstück auf Erbpachtbasis vergeben, Mit den Einnahmen könnte man das ehemalige Postgebäude gegenüber des Landratsamtes anmieten, um die nötigen Büroräume zu bekommen. Klar scheint auch, dass das Sparkassengebäude für das Finanzamt zu groß ist. Weitere Nutzungen blieben noch offen.

Niedergesäß: Alles im Fluss

„Es gibt da keine Details“, sagt Niedergesäß. „Alles ist im Fluss.“ Die Zeitpläne seien aufeinander abgestimmt, auch mit dem Finanzministerium, so Keller. Eine Entscheidung könnte im Dezember fallen. Für Landrat Niedergesäß gibt es, um das Finanzamt in der Kreisstadt zu halten, noch eine weitere Alternative: das Gelände der Straßenmeisterei im Osten der Stadt. Wenn die Einrichtung ausgelagert werde, könnten auf dem Areal neben der Behörde auch günstige Wohnungen entstehen. „Es stellt sich schon die Frage, ob für ein Salzlager am Stadtzentrum der Standort richtig ist“, so Niedergesäß. Möglicherweise sei eine andere Stelle besser. In Bezug auf das Finanzamt hätten beide Lösungen Charme, meint der Landrat.

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