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Neue Sperrmülltarife am Ebersberger Wertstoffhof

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Der Ebersberger Wertstoffhof in Kumpfmühle stellt sein Sperrmüll-System um. © SRO

Kreisstädter sind in der Coronakrise wohl in Ausmistlaune: Der April war der umsatzstärkste Monat am Ebersberger Wertstoffhof.

Ebersberg – Wer nicht ausgehen kann, mistet scheinbar gerne aus. „Der April war unser umsatzstärkster Monat aller Zeiten, wahrscheinlich Corona-bedingt.“ Es gibt offenbar auch Gewinner in der Krise, und wenn es die Abfallentsorgung ist. Agnes Lang von der Stadtverwaltung hat in der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses im Stadtrat von Rekorden am Ebersberger Wertstoffhof gesprochen und neue Tarife angekündigt.

Hohe ungedeckte Kosten

Bisher kostet die Entsorgung von Sperrmüll oder Altholz ab dem ersten Teil an der Kumpfmühle 7,50 Euro. Weil das bei Kleinmengen oft schwer vermittelbar ist, drücken die Mitarbeiter am Wertstoffhof häufig ein Auge zu und entsorgen manche Einzelteile kostenlos. Das wiederum führt in der Summe zu ungedeckten Kosten, auf der letzten Endes die Stadt sitzen bleibt. Vergangenes Jahr waren das 10 000 Euro (Sperrmüll) und 1400 Euro (Altholz), berichtete Lang. 

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Neue Sperrmülltarife am Ebersberger Wertstoffhof

Die Lösung: Künftig soll differenzierter abgerechnet werden, und zwar ab dem ersten Teil. Was in eine 20-Liter-Wanne am Wertstoffhof passt, kostet einen Euro Entsorgungsgebühr, was in eine 90-Liter-Wanne passt, drei Euro. „Wir hoffen, dass wir die Unterkosten damit decken können“, sagte Lang. Die Alternative wäre das Wiegen, wie es an der Schafweide praktiziert wird. Davon wolle man nach Möglichkeit absehen, erklärte sie. Die Abrechnung nach Volumen sei schneller, unkomplizierter und dadurch bürgerfreundlicher.

VON UTA KÜNKLER

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